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Spanien will EU-Hilfe für Bankensektor beantragen


11.06.2012
Union Investment

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - An den Kapitalmärkten war der Schritt bereits erwartet worden, am Wochenende war es nun soweit. Am Samstagabend gab die spanische Regierung nach langem Zögern bekannt, die Europäische Union (EU) um Hilfen für seinen angeschlagenen Bankensektor zu bitten, so die Experten von Union Investment.

Die Finanzminister der Eurozone hätten sich daraufhin bereit erklärt, dem Land bis zu 100 Milliarden Euro für die Restrukturierung und Rekapitalisierung seiner Kreditinstitute zur Verfügung zu stellen. Spanien sei das vierte Land der Währungsunion, das auf den Beistand seiner Partner angewiesen sei.

Der Schritt sei notwendig geworden, nachdem sich die Probleme im Bankensektor schwerer als angenommen herausgestellt hätten. Neben einer harten Rezession leide die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone unter den Nachwirkungen einer geplatzten Immobilienblase. Nach Jahren starken Wachstums sei der spanische Häusermarkt im Zuge der Finanzkrise kollabiert, was zu erheblichem Abschreibungsbedarf bei den heimischen Geldinstituten geführt habe. Die Regierung in Madrid habe sich zum Eingreifen gezwungen gesehen, um einen Flächenbrand im Bankensektor zu vermeiden. Das prominenteste Beispiel sei die (mittlerweile verstaatlichte) Sparkasse Bankia, deren Hilfsantrag von anfänglich 5 Milliarden auf nunmehr 19 Milliarden hochgeschnellt sei.


An den Finanzmärkten sei daraufhin bezweifelt worden, ob Spanien die Sanierung seiner Geldhäuser aus eigener Kraft leisten könne. Als Reaktion auf die wachsende Skepsis seien die Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen geklettert. Das Land habe gedroht, vom Kapitalmarkt abgeschnitten zu werden.

Wie die Hilfe der internationalen Gemeinschaft im Einzelnen aussehen solle, sei derzeit noch unklar. Spanien habe zwar seine Absicht zur Inanspruchnahme europäischer Hilfen bekannt gegeben, allerdings sei bislang kein offizieller Antrag gestellt worden. Zuvor wolle man den Bericht mehrerer Beratungsfirmen zum Zustand des spanischen Finanzsystems abwarten, der Aufschluss über das Ausmaß der Probleme liefern solle. Schätzungen über den Kapitalbedarf würden von 40 bis 100 Milliarden Euro reichen.

Beobachter würden zudem mit harten Verhandlungen über die Ausgestaltung des Hilfspakets rechnen. Die spanische Regierung unter Ministerpräsident Rajoy sperre sich gegen weitreichende Eingriffsrechte der Geldgeber nach dem Vorbild Griechenlands, Irlands und Portugals. Allgemeine Auflagen zur Haushalts- und Wirtschaftspolitik solle es daher für Spanien nicht geben. Stattdessen sollten sich die Hilfszahlungen sowie die resultierenden Bedingungen auf den Finanzsektor beschränken. Auch die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) sei noch nicht abschließend geklärt.

In der vergangenen Woche hätten die Kapitalmärkte bereits auf Finanzhilfen für Spanien gesetzt. Trotz einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit um drei Stufen auf "BBB" durch die Ratingagentur Fitch habe das Land an den Anleihemärkten über 2 Milliarden Euro an frischen Mitteln aufnehmen können. In Erwartung europäischer Hilfszahlungen hätten die Investoren auch am Sekundärmarkt verstärkt zugegriffen, sodass sich die Risikoaufschläge insgesamt zurückgebildet hätten. Spanische Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit hätten am Freitag eine Rendite von 6,2 Prozent aufgewiesen und sich damit weiter von ihren Jahreshöchstständen von 6,6 Prozent entfernt. Auch der spanische Aktienmarkt habe zulegen können. Im Wochenvergleich sei der IBEX 35 (ISIN ES0SI0000005 / WKN 969223) in Madrid um insgesamt acht Prozent geklettert. (11.06.2012/ac/a/m)



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