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Unilever Marketperformer


08.11.2000
LB Baden-Württemberg

Unilever (WKN 860028) habe 1999 46 % des Umsatzes in Europa, 22 % in Nordamerika, 16 % in Asien/ Pazifik, 11 % in Lateinamerika sowie 6 % in Afrika/Mittlerer Osten erwirtschaftet und sei dabei mit 50 % der Erlöse im Bereich Nahrungsmittel, 48 % im Bereich Körperpflege und Reinigungsprodukte sowie 2 % in Sonstigem tätig, so die Analysten der LBBW.

Unilever habe für das dritte Quartal 2000 einen bereinigt um Wechselkurseffekte 5 % höheren Konzernumsatz ausgewiesen, wozu Akquisitionen 3 % beigesteuert hätten. Das reale interne Volumenwachstum, das im ersten Quartal lediglich 1,1 % betragen habe, habe im zweiten und dritten Quartal jeweils bei 2,0 % gelegen. Der währungsbereinigte operative Gewinn sei um knapp 9 % gewachsen. Aufgrund eines gestiegenen Finanzierungsaufwandes und einer wesentlich höheren Steuerquote sei der Nettogewinn währungsbereinigt um 5 % gestiegen bzw. habe ohne die außerordentlichen Aufwendungen stagniert. Zu aktuellen Wechselkursen sei er absolut um 1 % bwz. bereinigt um 7 % gestiegen.

Die konzernweite Wachstumsrate vor Akquisitionen sei im dritten Quartal schwach und dürfte dies auch in den kommenden Jahren bleiben, da die geplante Reduktion der Marken von 1600 auf 400 das Wachstum weiterhin bremsen dürfte. Nach Berücksichtigung der Akquisitionen (die größte, Bestfoods, werde zum vierten Quartal 2000 konsolidiert) und geplanten Desinvestitionen sowie der Währungseffekte rechneten die Experten der LBBW für 2000 mit einem Umsatzwachstum von 10 % bzw. für 2001 von 12 %. Während der Konzern die operative Marge vor Goodwillabschreibungen und Restrukturierungen von 11,3 % in 1999 über 12,8 % in 2000 auf 14,1 % in 2001 verbessern sollte, gingen die LBBW-Analysten davon aus, dass die Aufwendungen aus den Restrukturierungen, der Finanzierung der Akquisitionen und den Goodwillabschreibungen den Gewinn je Aktie in 2000 und 2001 belasten würden.

Besonders positiv sei im dritten Quartal das auf 4 % beschleunigte Volumenwachstum der 400 führenden Marken sowie die um 73 Basispunkte auf 14,2 % verbesserte operative Marge vor Restrukturierungsaufwendungen und Goodwill auf gefallen, was das Vertrauen in das Restrukturierungsprogramm stärke. Da jedoch die erwarteten hohen Goodwillabschreibungen eine zusätzlich
zu den geplanten erheblichen Restrukturierungsaufwendungen auftretende Ergebnisbelastung für die nächsten Jahre darstelleten, trauten die LBBW-Experten der Aktie keine nachhaltige Outperformance zu und stuften den Titel weiterhin als Marketperformer ein.


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