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Unilever "hold"


31.10.2008
Vontobel Research

Zürich (aktiencheck.de AG) - Yann Gindraux, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Unilever (ISIN NL0000009355 / WKN A0JMZB) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" weiterhin mit "hold" ein.

Unilever habe für die ersten neun Monate 2008 einen Umsatz von EUR 30,372 Mio. bekannt gegeben, das sei ein Plus von 0,2%. Das organische Wachstum von 7,4% habe die Analystenprognose (6,2%) und Konsenserwartungen (7,0%) übertroffen. Wechselkurse hätten einen negativen Effekt von 5,8% gehabt und Abgänge den Umsatz um weitere 1,0% verringert. Im Gegensatz zur Analystenprognose habe die Preisbildung im dritten Quartal 2008 zugelegt (7,7% im Vergleich zu 6,1% im ersten Halbjahr 2008), während der Absatz wie erwartet fast gleich geblieben sei (Wachstum von 0,7%). Die Handelsspanne vor außerordentlichen Posten habe sich sowohl in den ersten neun Monaten 2008 als auch im Quartal um 30 Basispunkte verbessert, was im Einklang mit Analysten- und Konsenserwartungen stehe. Gestützt von höheren Gewinnen aus Veräußerungen, sei der Nettogewinn um 22% gestiegen.

Der Preisanstieg habe hauptsächlich auf Asien/Afrika (+9,8%!) beruht, wo - bei einem Volumenzuwachs von +4,8% - das höchste organische Wachstum (+15,1%) verzeichnet worden sei. Auch in den anderen zwei Regionen sei das Wachstum vollständig auf die Preisentwicklung zurückzuführen. In Europa (organisches Wachstum +2,4%) seien die Volumina wieder negativ gewesen (-1,8%) und seien durch die Preisentwicklung (+4,3%) kompensiert worden. In Nord- und Südamerika seien die Volumina unverändert gewesen, die Preise hätten um +6,5% angezogen. Das unausgewogene Verhältnis zwischen Preisentwicklung und (negativen) Volumina sei auf entwickelten Märkten besonders stark gewesen.


Die Kategorie Home and Personal Care sei der Motor einer überdurchschnittlichen Entwicklung (+7,6% gegenüber +6,6% im ersten Halbjahr 2008) gewesen, während die Sparte Foods mit +7,3% dem ersten Halbjahr 2008 entsprochen habe. Der Preiszuwachs habe nicht ausgereicht, um die Rohstoffkosen (+8,0% des Umsatzes) zu decken, aber Unilever gehe davon aus, dass diese im dritten Quartal 2008 ihren Höhepunkt erreicht hätten. Die Margenexpansion um +30 Basispunkte habe daher zum größten Teil auf dem Kostensenkungsprogramm beruht, sei aber auch durch niedrigere A&P-Ausgaben als Prozentsatz des Umsatzes (- 50 Basispunkte in den ersten neun Monaten des Jahres 2008) unterstützt worden. Das Unternehmen habe auch vor der verwässernden Wirkung von Veräußerungen (-20 Basispunkte im vierten Quartal 2008 und -30 Basispunkte im Geschäftsjahr 2009) gewarnt.

Die Analysten hätten ihre Prognose für das organische Wachstum für das Geschäftsjahr 2008 auf 7,0% erhöht (von vorher 6,0%), würden aber bei einem grundlegenden Margenwachstum von 20 Basispunkten bleiben. Ihre Wachstumsprognose für 2009 bleibe mit einem organischem Wachstum von 4% unverändert, allerdings erwarte man nun gleich bleibende Margen (im Gegensatz zu einem Anstieg von 10 Basispunkten vorher). Ihre EPS-Prognose für 2008 steige nur leicht, während die für 2009 unverändert bleibe. Bei einer P/E-Ratio von 12,5 werde das Unternehmen auf gleicher Ebene mit seiner europäischen Vergleichsgruppe gehandelt.

In Anbetracht der langsameren Entwicklung des Wachstums- und Margenpotenzials bei Nestlé und Danone, halten die Analysten von Vontobel Research dies für angemessen und halten an ihrem "hold"-Rating für die Aktie von Unilever mit einem Kursziel von EUR 17 fest. (Analyse vom 31.10.2008) (31.10.2008/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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