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Roth & Rau: Zusammenlegung der konzernweiten Turnkey-Aktivitäten für mehr Effizienz 17.12.2010
aktiencheck.de
Hohenstein-Ernstthal (aktiencheck.de AG) - Der Solartechnikkonzern Roth & Rau AG (ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5) gab am Freitag bekannt, dass er sich im Zuge des angekündigten Kosten- und Strukturoptimierungsprogramms organisatorisch neu ausrichten wird.
Den Angaben zufolge wird das Unternehmen zur effektiveren Marktbearbeitung zukünftig nach strategischen Geschäftsfeldern (Business Units) geführt. Die neue Unternehmensstruktur soll bis spätestens Ende 2011 umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang wurde bereits damit begonnen, die konzernweiten Turnkey-Aktivitäten in einer Business Unit zusammenzufassen. Davon betroffen sind die Turnkey-Bereiche der AG und der Tochtergesellschaften OTB und CTF. Der gemeinsame Zugriff auf vorhandene Ressourcen und der effizientere Einsatz von Kapazitäten sollen zur Verbesserung der Profitabilität des Turnkey-Segments beitragen.
Wie es weiter heißt, stellt sich der Bereich auch personell neu auf. Der bisherige Leiter der Turnkey-Abteilung der Roth & Rau AG, Dr. Martin Detje, verlässt das Unternehmen zum 31. Dezember 2010. Die neue Turnkey-Business-Unit wird ab dem 1. Januar 2011 von einem dreiköpfigen Management-Team geführt. Alle drei Führungskräfte waren bereits vorher in leitenden Funktionen im Konzern tätig. Die bewusste Trennung von kaufmännischer und technischer Leitung soll dabei ein stringenteres Projekt-Controlling unterstützen.
Neben den organisatorischen Veränderungen wurde bereits ein umfassendes Kostensenkungspaket mit folgenden Schwerpunkten definiert: Senkung der Fertigungskosten insbesondere durch Realisierung von Kosteneinsparpotenzialen aus der höher standardisierten Fertigung der neuen SiNA-Generation; Nutzung von Kostenvorteilen auf dem Beschaffungsmarkt. Durch kürzere Fertigungs- und Beschaffungszeiten wird eine gezielte Senkung des Working Capital angestrebt; Senkung der Kosten im Bereich Forschung und Entwicklung durch stärkere Konzentration am Hauptsitz in Hohenstein-Ernstthal und Integration der Tochtergesellschaften; Deutliche Straffung der Verwaltung. Vor allem das schnelle, externe Wachstum des Konzerns jüngster Vergangenheit hatte hier zu steigenden Kosten geführt.
Wie bereits angekündigt wird es im kommenden Jahr darüber hinaus aufgrund von Einmaleffekten wie Kosteneinsparungen aus Berater- und Vertriebsverträgen zu Kostensenkungen in Höhe von rund 5,0 Mio. Euro kommen.
Die Aktie von Roth & Rau notiert aktuell mit einem Plus von 0,85 Prozent bei 13,02 Euro. (17.12.2010/ac/n/t)
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