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Q-Cells Förderkürzung ruiniert Solarbranche 05.12.2011
Heibel-Ticker
Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" raten die Finger von der Q-Cells-Aktie (ISIN DE0005558662 / WKN 555866) zu lassen.
Über Jahre habe Deutschland mit den im Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) festgelegten Einspeisevergütungen die Solarunternehmen der ganzen Welt gefördert, die ihre Anlagen zu festen Abnahmepreisen in Deutschland hätten verkaufen können. Insbesondere chinesische Unternehmen hätten zusätzlich zu dieser Förderung noch auf dem Heimatmarkt subventionierte Finanzierungen erhalten, so dass sie mit ihrer Doppelförderung, die den deutschen Wettbewerbern nicht zugänglich gewesen sei, in Windeseile gigantische Solarkonzerne aufgebaut hätten und die Weltmärkte mit billigen Solarmodulen übergeflutet seien.
Die deutsche Politik habe richtig darauf reagiert, indem die Solarförderung rasant zurückgefahren worden sei. Und erst diese Woche sei erneut eine weitere Beschleunigung der Förderkürzungen gefordert worden, denn das Geld der deutschen Stromabnehmer fließe inzwischen überwiegend nach China.
Für die deutschen Solarunternehmen wie Q-Cells werde es immer schwerer: Chinesische Wettbewerber hätten um ein Vielfaches größere Produktionsanlagen und fänden auf ihrem Heimatmarkt reichlich Abnehmer für die Solarmodule. Q- Cells hingegen beklage eine rückläufige Nachfrage nach den eigenen Solarmodulen während gleichzeitig der Preis von Solarmodulen im Wettbewerb immer weiter falle. Werke müssten geschlossen werden, in diesem Quartal habe Q-Cells einen Umsatzrückgang um 31% zu beklagen.
Die Finanzchefin habe das Unternehmen (sinkende Schiff?) verlassen. Die Bilanz von Q-Cells lasse bitter notwenige Investitionen nicht mehr zu, die Verluste würden sich anhäufen und im Februar 2012 werde eine Wandelanleihe zur Auszahlung fällig - wohl kaum einer der Anleiheeigner werde sein Papier in eine Aktie wandeln wollen. Wenn es hart auf hart komme, werde Q-Cells Probleme haben, diese Anleihe zurückzuzahlen.
Die Experten würden für die deutsche Solarbranche keine Chance sehen, am Weltmarkt zu bestehen. Den Unternehmen werde durch die beschleunigte Förderkürzung der Boden unter den Füßen weggezogen. Langfristige Investitions- und Wachstumspläne würden durch die Willkür der Politik zur Makulatur gemacht. Doch wie eingangs gesagt, die "Willkür der Politik" sei aus internationaler Sicht durchaus keine Willkür sondern ein gerechtfertigtes Gegenlenken.
Um den deutschen Solarunternehmen die Existenz zu sichern, sei ein Ersatzprogramm erforderlich, das den Ausfall für die in Deutschland ansässigen Solarfirmen kompensiert, den die beschleunigte Förderkürzung bedeute. Das EEG sei ja nicht wirkungslos gewesen, sondern sei zuletzt leider zu stark von anderen Nationen ausgenutzt worden. Niemand würde es als ungerecht erachten, wenn die Kehrtwende der Politik flankiert würde durch nationale Förderprogramme für die hiesigen Solarunternehmen.
Doch zu Zeiten der Euro-Schuldenkrise sei an ein solches Kompensationsprogramm nicht zu denken, und die Experten würden fürchten, es würden einige Solarfirmen pleite gehen bevor man sehen könne, welche Solarunternehmen überleben könnten.
Die Experten von "Heibel-Ticker" raten die Finger von der Q-Cells-Aktie und von allen Unternehmen der Solarbranche zu lassen. (Ausgabe 48 vom 02.12.2011) (05.12.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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