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SÜSS MicroTec nicht vollständig von Halbleiterzyklus abhängig 22.06.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst bei Warburg Research, bekräftigt seine Kaufempfehlung für die Aktie der SÜSS MicroTec AG (ISIN DE0007226706 / WKN 722670).
Der Aktienkurs von SÜSS verzeichne eine massive Abwärtsbewegung von EUR 12 Mitte Mai auf unter EUR 9 in dieser Woche, die zu einem Rückgang von insgesamt 25% geführt und damit deutlich unter der Performance der um 6% bzw. 3% rückläufigen TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) / DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900)-Indices gelegen habe. Dies entspreche einem Verlust von mehr als 30% auf Basis des Enterprise Value, da SÜSS bis Ende 2011 eine Nettoliquidität von ca. EUR 50 Mio. erreichen sollte (EUR 35 Mio. Ende Q1 2011) was einer Nettoliquiditat von mehr als EUR 2,50 je Aktie entspreche.
Was sei passiert? Neben den zunehmenden Unsicherheiten durch die Griechenland-Krise habe lediglich Gartner Mitte letzter Woche eine Prognose zu den Investitionen in Halbleiterausrüstung veröffentlicht. Ein erwarteter vorläufiger Höhepunkt in 2011 komme nicht überraschend, die CAPEX sollten um ca. 6% in 2012 fallen, aber bereits 2013 wieder um 10% steigen. SÜSS sei nicht vollständig vom Halbleiterzyklus abhängig:
Der Nischenmarkt Advanced Packaging liefere einen strukturellen Wachstumstrend, da heute nur 20% aller Halbleiter mit Advanced-Packaging-Prozessen hergestellt würden, dieser Anteil aber kontinuierlich steige.
Ein wesentlicher Teil von SÜSS’ Umsatz (ca. 20-25%) werde mit Kunden wie Universitäten, F&E-Abteilungen etc. generiert.
SÜSS sei nicht nur Halbleiter: Mit ca. 30-40% vom Umsatz bleibe die MEMS-Industrie der größte Zielmarkt. Vor allem eine stark zunehmende Verwendung von MEMS in Konsumprodukten wie Smartphones und Tablet-PCs sollte von 2010 bis Ende 2015 ein Marktwachstum für MEMS-Bauteile von ca. 14% p.a. ermöglichen und damit die Notwendigkeit an anhaltenden Investitionen in die Kapazität implizieren.
Ein Beweis dafür sei das Jahr 2009: Trotz eines 45%igen Rückgangs der Investitionen in Halbleiterausrüstung seien die Auftragseingänge um "nur" knapp 20% gefallen.
Der Investment Case bleibe völlig intakt: Das für die kommenden Geschäftsjahre erwartete Wachstum werde nur durch einen Anstieg der Nachfrage nach Substrat Bondern getragen, ein Markt in dem SÜSS mit einem Marktanteil von ca. 30% eine komfortable Nr. 2 Position halte. Das Aufkommen der 3D-Integration in der Halbleiterproduktion und eine hohe Nachfrage durch MEMS-Kunden sollte eine Verfünffachung des Bonder-Markt-Volumens von USD 100 Mio. (2009) auf mehr als USD 500 Mio. bis 2013 einleiten. Ab H2 2011 sollten die Auftragseingänge für Bonder steigen. Qualitativer Newsflow könnte sich während der Hauptmesse Semicon West im Juli ergeben.
Was impliziere die aktuelle Bewertung: Ein "umgekehrtes" DCF-Modell impliziere bei EUR 9 ein Nullwachstumsszenario mit einem Umsatzniveau von EUR 155 Mio. (12% niedriger ggü. 2011) und einer EBIT-Marge von 10%. Hier zeige sich, dass die enormen Wachstumsmöglichkeiten (kommuniziertes Ziel: Umsatz von EUR 250 Mio. bis 2013; WRe EBIT-Marge 15-20%) nicht ansatzweise antizipiert würden.
Visibilitat für 2011 weiter hoch: Der hohe Auftragsbestand von EUR 131 Mio. per Ende Q1 liefere eine hohe Visibilität für das Umsatzwachstum in 2011. Es werde weiterhin erwartet, dass SÜSS das mittelfristige Margenziel von 15% auf EBIT-Basis bereits 2011 auf einer bereinigten Basis erreiche (exkl. letzte Kosten für die Bonder-Verlagerung, exkl. Nettoabschreibungen auf Entwicklungskosten). Während der HV am Dienstag habe das Management die Ziele für H1/Gesamtjahr bestätigt.
Bewertungsmultiplikatoren sprächen für sich: Ein liquiditätsbereinigtes KGV von 7,5 auf die EPS 2011 (sogar ohne Bereinigung um Einmaleffekte) trotz eines EPS CAGR von 25% bis 2013 sei sehr ansprechend. Das unveränderte Kursziel von EUR 17 biete nunmehr ein Kurspotenzial von knapp 90%.
Die Analysten von Warburg Research bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die Aktie der SÜSS MicroTec AG. (Analyse vom 22.06.2011) (22.06.2011/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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