|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Roth & Rau Teilgewinne mitnehmen 28.07.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen Anlegern bei der Aktie von Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5) Teilgewinne mitzunehmen.
Die Kaufempfehlung der Experten bei einem Kurs von elf Euro Mitte Januar für den Solarzulieferer habe sich als super Timing erwiesen. Zwischenzeitlich habe sich die Aktie mehr als verdoppelt. Aktuell liege man komfortabel mit 94 Prozent vorne. Das Papier sei im ersten Quartal regelrecht aus Angst vor einem Zusammenbruch der Zahlen und Aufträge verschleudert worden. In der Realität habe sich das Unternehmen angesichts des Umfeldes jedoch sehr gut geschlagen.
Die Zahlen für die ersten drei Monate seien überraschend gut gewesen. Der Umsatz sei um 50 Prozent auf über 66 Millionen Euro gestiegen. Das EBIT habe sich um 60,5 Prozent auf mehr als 7,1 Millionen Euro steigern können. Die Marge habe 10,7 Prozent betragen. Dass die Zeiten nicht einfach seien, habe jedoch der Ordereingang gezeigt, der sich um mehr als ein Drittel auf 45,6 Millionen Euro in Q1 reduziert habe. Per Ende März habe sich der Auftragsbestand auf knapp 194 Millionen Euro belaufen. Zudem hätten Absichtserklärungen in Höhe von 87 Millionen Euro vorgelegen.
Wie CFO Carsten Bovenschen den Experten auf Nachfrage mitteile, könnten über die Hälfte der Summe dieser Verhandlungen inzwischen zu Aufträgen verbucht werden. Somit würden die Experten nach ihren Berechnungen für Q2 einen höheren Auftragseingang als im ersten Quartal und Ordereingänge in der ersten Jahreshälfte von mehr als 100 Millionen Euro erwarten. Der relativ gute Auftragseingang sei allerdings im Wesentlichen auf das hochvolumige Turnkey-Geschäft zurückzuführen. Unverändert schwach seien die Aufträge für das margenstärkere Geschäft mit Einzelequipment. "Die Verschiebungen geplanter Kapazitätserweiterungen wirken sich bei unseren Bestandskunden an dieser Stelle negativ aus", sage Bovenschen.
Das zweite Quartal sei laut dem CFO "normal" verlaufen. "Wir haben aber keine Bäume ausgerissen". Nach Schätzungen der Experten dürfte Roth & Rau im ersten Halbjahr deutlich mehr als 100 Millionen Euro umgesetzt haben. Auch das EBIT dürfte trotz Abschreibungen für Kaufpreisallokationen zufrieden stellend ausgefallen sein. Insgesamt habe sich die Lage für das Unternehmen jedoch nicht verbessert. "Es ist eher noch schwieriger geworden, da viele Kunden für ihre Projekte keine Kredite bekommen".
Bovenschen gehe zwar unverändert davon aus, die Jahresziele beim Umsatz zwischen 245 und 270 Millionen Euro zu erreichen. "Die obere Bandbreite ist sehr ambitioniert. Wir schätzen, dass wir die untere Range erreichen können". Zuversichtlich für die untere Range stimme zumindest der Orderbestand. "Wir sehen jedoch zahlreiche Projektverzögerungen und bislang zwei kleinere Stornierungen".
Ebenfalls ambitioniert erscheine die EBIT-Marge von "deutlich in Richtung" elf Prozent vor Abschreibungen für Kaufpreisallokationen. "Wir müssen uns preislich auf lange Diskussionen einlassen. An dieser Stelle können wir den Preisdruck aber technologisch abfedern." Durch die Situation am Markt müsse das Unternehmen längere Zahlungsziele akzeptieren und Lieferanten bei der Zahlung der Rechnung schneller unter die Arme greifen. Das wirke sich auf das Working Capital und den Cashflow aus. Dies bremse den Cashflow, der in 2009 daher nicht positiv ausfallen werde.
Sofern sich das Jahr 2009 noch stabil entwickle, stelle sich die Frage für den Verlauf des kommenden Jahres. Bovenschen hoffe auf eine Belebung der Auftragslage in der zweiten Jahreshälfte. "Wir sind zuversichtlich neue Kunden, insbesondere auch aus China und USA zu gewinnen". In diesen beiden Ländern werde die Solarindustrie massiv gefördert. Mit etwas Glück könne Roth & Rau das Jahr 2010 ohne eine größere Delle überbücken. Spätestens in 2011 rechne der Finanzchef mit einem neuen Schub. "Möglicherweise erleben wir dies durch China und USA bereits in 2010."
Der Vorstand sei hinsichtlich der Aktionärsstruktur an einem Ankerinvestor interessiert. Zusammen mit dem Management solle Sperrminorität erreicht werden. Rund zehn Prozent der Aktien müsste ein Investor kaufen oder über eine Kapitalerhöhung erwerben. "Wir führen viele Gespräche mit Interessenten." Das könne ein Finanzinvestor oder auch ein Unternehmen aus der Industrie sein. Eventuell habe sogar Manz Automation Interesse, um ein erstes Bein bei Roth & Rau im Stall zu haben.
Die Aktie von Roth & Rau hat sich erfreulich entwickelt, dennoch können Anleger nach Einschätzung der Experten von "TradeCentre.de" nach dem riesigen Kursgewinn auch Teilgewinne mitnehmen und den Restbestand mit Stoppkurs absichern. (Analyse vom 28.07.2009) (28.07.2009/ac/a/t)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|