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bet-at-home.com Q1'2011-Zahlen im Rahmen der Erwartungen, Titel deutlich unterbewertet


10.05.2011
Lang & Schwarz Broker GmbH

Frankfurt am Main (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Lang & Schwarz Broker GmbH raten nach wie vor zum Kauf der bet-at-home.com-Aktie (ISIN DE000A0DNAY5 / WKN A0DNAY).

bet-at-home.com habe gestern die Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011 vorgelegt. Diese seien im Rahmen der Erwartungen der Analysten ausgefallen und würden ihre Gesamtjahresprognosen stützen.

Die wichtigsten Eckdaten würden lauten: Anstieg Wett- und Gamingumsätze um knapp 36% auf 427,2 Mio. Euro, Steigerung des Rohertrags (Hold) um 32,5% auf 18,3 Mio. Euro, Netto-Gaming-Erträge (Hold - Betting Tax) +18,9% auf 16,3 Mio. Euro, Werbeaufwand in Höhe von ca. 8 Mio. Euro (Vorjahr: 6,7 Mio. Euro), Anstieg des EBITDA um 47,1% auf 3,8 Mio. Euro. Das Konzernergebnis sei leicht unterproportional um 28% auf 2,5 Mio. Euro gestiegen (bedingt durch Steuerrückstellungen). Die liquiden Mittel lägen bei 26,6 Mio. Euro (Rückgang gegenüber Q4/2010 wegen Vergabe eines Darlehens an Großaktionär Mangas in Höhe von 14 Mio. Euro). Per Ende Q1/2011 seien 2,37 Mio. Nutzer registriert gewesen (+113 Tsd. ggü. Q4/10).

Hervorzuheben sei der deutliche Unterschied zwischen Hold (18,3 Mio. Euro) und Netto-Gaming-Ertrag (Hold minus Betting Tax; 16,3 Mio. Euro). Diese Differenz sei auf die seit 1. Januar 2011 geltende Besteuerung der Wett- und Gaming-Umsätze in Österreich zurückzuführen, die wie folgt aussehe: Casino-Produkte: 40% vom Hold, Sportwetten: 2% auf den Wetteinsatz.


Zwar belaste diese Besteuerung die Marge, gleichzeitig biete das regulierte Umfeld für legal operierende Buchmacher wie bet-at-home.com die Möglichkeit, durch einen gezielten Marketing-Mix das Wachstum zu beschleunigen. Zudem würden reife Glücksspielmärkte wie Großbritannien zeigen, dass die Besteuerung mit der Zeit tendenziell sinke (weil dann ein größerer Teil der Glücksspielaktivitäten im regulierten Bereich stattfänden).

Per Ende Q1/2011 habe das Unternehmen über liquide Mittel (inkl. Kundengelder) in Höhe von 26,6 Mio. Euro verfügt. Der Rückgang ggü. Q4/2010 (liquide Mittel: 36,2 Mio. Euro) sei dabei auf die Vergabe eines Darlehens an den Hauptaktionär Mangas zurückzuführen. bet-at-home.com habe diesem ein Darlehen über 14 Mio. Euro mit einer Laufzeit von zwölf Monaten und einer Verzinsung von 3% gewährt. Dieser Zinssatz liege deutlich über dem vom Unternehmen ansonsten erzielbaren Niveau (ca. 1% auf den Zahlungsmittelbestand).

bet-at-home.com habe den Umsatz und das Ergebnis erneut deutlich steigern können. Das Unternehmen dürfte den Zahlungsmittelbestand (nach Rückzahlung Darlehen, exkl. Kundengelder) bis Ende des Jahres auf ca. 42 Mio. Euro ausbauen. Das entspreche einer Liquidität von ca. 12 Euro je Aktie. Der Titel sei klar unterbewertet.

Die Analysten der Lang & Schwarz Broker GmbH bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die bet-at-home.com-Aktie bei einem unveränderten Kursziel von 58 Euro. (Analyse vom 10.05.2011) (10.05.2011/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen halten an dem analysierten Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von mindestens 1 Prozent des Grundkapitals.

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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