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SÜSS MicroTec Kursrückgang nicht gerechtfertigt 11.04.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von SÜSS MicroTec (ISIN DE0007226706 / WKN 722670) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Aktien von SÜSS MicroTec seien heute um bis zu 8% gefallen und hätten seit Mitte letzter Woche um -14% nachgegeben, sodass die Performance deutlich unter dem TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) (-2%) gelegen habe. Für diese Underperformance gebe es keine fundamentalen Gründe.
TSMC (ISIN US8740391003 / WKN 909800) habe letzte Woche bekannt gegeben, dass statt der bisher erwarteten 7% nun eine Wachstumsrate von 4% für die globale Halbleiterindustrie erwartet werde (ohne Memory). Im Gegensatz dazu habe iSuppli auf Basis der zu erwartenden Preiseffekte gerade erst die Marktschätzungen angehoben (allerdings inkl. Memory) Die volatilen Memory-Preise dürften aufgrund von Lieferengpässen weiter steigen.
Das Aussetzen der Produktion von Silizium-Wafern bei Shin-Etsu und MEMC (20% bzw. 5% des weltweiten Angebots) sollte für einige Chiphersteller nicht ohne Konsequenzen bleiben (insb. Produzenten von Speicher-Chips). Hierzu könnten noch Lieferengpässe bei Spezialchemikalien kommen. Dies dürfte Ende April/Mai in den Vordergrund rücken, da die Vorräte bis dahin ausreichen sollten, aber keine wesentliche Überraschung sein.
SÜSS MicroTec sollte von dieser Entwicklung allerdings nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Das Unternehmen habe vor kurzem bestätigt, dass bisher noch keine Verzögerungen bei den Auftragsplatzierungen der Kunden eingetreten seien. Damit dürfte es sehr unwahrscheinlich sein, dass das Unternehmen die Ziele für 2011 verfehle. Vielmehr sei die Visibilität auf das laufende Geschäftsjahr sehr hoch: Mit einem Auftragsbestand von EUR 116 Mio. zum Jahresanfang und einem Auftragseingang von EUR 45 Mio. in Q1 seien rund 90% der erwarteten Erlöse für 2011 bereits heute gedeckt. Zurzeit seien lange Vorlaufzeiten ein ausgezeichnetes Polster, falls einige Kunden ihre Aufträge nun später als erwartet platzieren würden (und selbst wenn dies der Fall sein sollte, gehe es hier nur um Wochen, nicht um Quartale). Dies werde durch IC Insights jüngste Anhebung der geschätzten globalen CAPEX auf +17% yoy unterstrichen.
SÜSS MicroTec sollte die Ergebnisqualität im Geschäftsjahr 2011ff deutlich verbessern. In der EBIT-Schätzung seien finale Aufwendungen in Höhe von EUR 2,7 Mio. für die Verlagerung des Bonder-Bereichs, ein Buchgewinn von EUR 0,8 Mio. aus dem Verkauf der Cascade-Anteile und EUR 2,2 Mio. an Nettoabschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten enthalten. Damit liege ein adj. EBIT (rein operativ) bei rund EUR 27 Mio. oder 15,2% vom Umsatz, was bereits 2011 dem mittelfristigen durchschnittlichen Margenziel des Unternehmens von 15% entspreche. Das Unternehmensziel eines Umsatzes von EUR 250 Mio. bis 2013 werde in den Umsatzschätzungen noch nicht vollständig reflektiert, was weiteren signifikanten Spielraum biete.
Zur Erinnerung: Das Umsatzwachstum von SÜSS MicroTec werde in erster Linie durch eine Verfünffachung des Marktes für Substrat Bonder getragen (USD 100 Mio. in 2009 auf mehr als USD 500 Mio. bis 2013), was auf die wachsenden MEMS-Märkte (Sensoren, Gyroskope, Beschleunigungsmesser etc.) und insbesondere auf die Etablierung der 3D Integration mit zunehmender wirtschaftlicher und technischer Limitierungen einer weiteren Schrumpfung der Strukturgrößen von Halbleitern zurückzuführen sei. SÜSS MicroTec sei derzeit die Nr. 2 im Markt für Substrat Bonder (ca. 30%-Anteil in einem "Quasi"-Duopol) und könnte in Zukunft das führende Unternehmen sein.
SÜSS MicroTec bleibe eine hervorragende Investitionsmöglichkeit mit einem Kurspotenzial von 50% zum unveränderten Kursziel von EUR 17. Untermauert werde dies durch einen EV/ adj. EBIT-Multiplikator von nur 6,6 für 2011 trotz eines überdurchschnittlichen Ergebniswachstums von durchschnittlich 17% bis 2013e.
Die Analysten von Warburg Research bestätigen die Kaufempfehlung für die SÜSS MicroTec-Aktie. (Analyse vom 11.04.2011) (11.04.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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