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SÜSS MicroTec Gewinne von Marktanteilen wahrscheinlich 27.07.2010
SES Research/ Warburg Gruppe
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von SES Research, stuft die Aktie von SÜSS MicroTec (ISIN DE0007226706 / WKN 722670) weiterhin mit "kaufen" ein.
Aufgrund einer auch kurzfristig vielversprechenden Auftragssituation und guten mittel- und langfristigen Aussichten würden die Schätzungen (Top- + Bottom Line) für 2010ff angehoben. Dies führe zu einem neuen Kursziel (Basis-DCF mit erhöhter nachhaltiger EBIT-Marge von 10%), was einem Bewertungspotenzial von knapp 100% zur aktuellen Bewertung entspreche. Investoren werde ein Kauf vor Veröffentlichung der Q2-Zahlen (für nächste Woche vorgesehen) empfohlen.
Substrate Bonder dürften Umsatz auf neues Rekordniveau steigern: Das Thema 3D-Integration und SÜSS' enorme Aussichten seien auf dem aktuellen Bewertungsniveau des Unternehmens noch nicht angemessen antizipiert. Der globale Markt für Substrate Bonder sollte sich innerhalb der nächsten vier Jahre verfünffachen: von knapp über USD 100 Mio. in 2009 auf über 500 Mio. in 2013.
Die Nachfrageerhöhung werde durch die Etablierung der 3D-Integration angetrieben. Dies werde in der Halbleiterindustrie für die Erhöhung der Integrationsdichte durch das Stacking von Chips als unvermeidlich angesehen (statt weiterer Strukturverkleinerungen, die einige Grenzen erreichen würden). Wichtige Prozessschritte könnten nur durch die Verwendung von Substrate Bonder realisiert werden (temporäres + permanentes Bonding von Wafern).
Der Marktanteil von SÜSS betrage circa 30% in einem von nur zwei Unternehmen dominierten Markt. Auf SÜSS und seinen Hauptwettbewerber (EV Group, Österreich) würden rund 70 bis 80% des Gesamtmarktes entfallen. Selbst wenn SÜSS nur den aktuellen Marktanteil halten würde, sollte der Umsatz dieses Segments von aktuell unter EUR 20 Mio. auf mittelfristig über EUR 100 Mio. steigen.
Allerdings dürften durch die Kooperation mit zwei der weltgrößten Halbleiterinstitute (IMEC, Belgien; ITRI, Taiwan), die ausgedehnte Prozessunterstützung aller fünf wichtigsten Bonding-Prozesse (Wettbewerber würden bisher nur einen Prozess unterstützen) und SÜSS’ breite globale Vertriebs- und Serviceorganisation Gewinne von Marktanteilen wahrscheinlich sein. Durch die derzeitige Verlagerung der Bonder-Produktion von Waterbury, USA nach Sternenfels in Deutschland verfüge SÜSS über ausreichende Kapazitäten, um ein derartiges Wachstum zu bewältigen.
Hohe Ergebnisqualität sollte ab 2011 in den Vordergrund rücken: Die diesjährigen Ergebnisse seien durch Aufwendungen von EUR 7,5 Mio. für die Verlagerung des Bonder-Bereichs (und damit die Vermeidung zukünftiger Capex) belastet. SÜSS sollte bei einem Umsatzniveau von circa EUR 150 Mio. eine EBIT-Marge von circa 10% erzielen, beides sollte 2011 erreicht werden. Durch einen hohen operativen Leverage sollten sich die EBIT-Margen mittelfristig weiter verbessern. Das Umsatzpotenzial liege in 2013 bei EUR 250 Mio. und höher, was noch nicht antizipiert sei.
SÜSS habe bereits angedeutet, dass die Auftragseingänge Ende Mai bei EUR 30 Mio. lägen. Bei anhaltenden CAPEX-Ausgaben von Packaging- und LED-Kunden, was auch durch die hohen Auftragseingänge des Wettbewerbers Ultratech (Cross-Read: unter anderem Advanced Packaging, LED) untermauert werde, sollten die Auftragseingänge in Q2 deutlich über EUR 40 Mio. liegen, ein Niveau, das zuletzt im ersten Halbjahr 2008 erreicht worden sei. Dies dürfte eine Anpassung der aktuellen Guidance sowie der Ergebnisschätzungen nach oben zur Folge haben und ebenfalls ein Trigger für den Aktienkurs sein.
Die Aktie bleibe auf dem aktuellen Niveau ein Schnäppchen. Trotz einer für Ende 2010 erwarteten soliden Nettoliquidität von EUR 13 Mio. liege das KGV für 2011 nur bei 7 bei einem Ergebniswachstum von 20% bis 2012.
Die Kaufempfehlung der Analysten von SES Research für die Aktie von SÜSS MicroTec wird mit einem Upside von knapp 100% zum von EUR 6 auf EUR 7,50 erhöhten Kursziel bestätigt. (Analyse vom 27.07.2010) (27.07.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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