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SÜSS MicroTec kaufen 10.05.2010
GBC AG
Augsburg (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der GBC AG, Felix Gode und Cosmin Filker, stufen die SÜSS MicroTec-Aktie (ISIN DE0007226706 / WKN 722670) weiterhin mit dem Anlageurteil "kaufen" ein.
Die aufwärts gerichtete Entwicklung des Q4 2009 habe sich auch im Q1 2010 weiter fortgesetzt. Weiterhin sei eine spürbare Belebung der Investitionsbereitschaft der Kunden zu spüren gewesen. Insbesondere aus Asien (ohne Japan) sei eine Fortsetzung der Nachfragebelebung seitens der Produktionskunden zu bemerken gewesen. Dies habe zur Folge gehabt, dass sich die Auftragseingänge aus dieser Region im Q1 auf 17,6 Mio. EUR belaufen hätten, bzw. um 147,9% über dem Vorjahr gelegen hätten. Insgesamt habe die Region Asien damit 54,5% der Auftragseingänge im gesamten Q1 beigesteuert.
Konzernweit hätten die Auftragseingänge mit 32,3 Mio. EUR auf fast gleich hohen Niveau wie im Q4 2009 und über dem doppelten Wert des Vorjahres gelegen. Vor allem das Segment Lithografie habe erneut den maßgeblichen Teil der Auftragseingänge beigesteuert. Im Segment Substrat Bonder sei eine Steigerung gegenüber dem Q4 2009 um 1,1 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR erzielt worden, wenngleich dieses Niveau unter dem Vorjahresvergleich gelegen habe. Erstmalig zum Auftragsbestand beigesteuert habe das Segment Fotomasken Equipment, das durch die im Februar 2009 erworbene HamaTech APE repräsentiert werde. Angesichts der kurzen Konsolidierungszeit von etwas mehr als einem Monat sei der Beitrag zum Auftragseingang mit 0,3 Mio. EUR noch entsprechend gering gewesen. Dies sollte sich bereits im Q2 2010 spürbar ändern, denn allein im April habe der Auftragseingang im neuen Segment bei rund 6 Mio. EUR sowie der Auftragsbestand bei 11 Mio. EUR gelegen.
Die Umsatzerlöse hätten im Gegensatz zu den Auftragseingängen die dynamische Marktbelebung noch nicht abbilden können und gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang um 2,7% auf 21,9 Mio. EUR verzeichnet. Dabei gelte jedoch zu berücksichtigen, dass diese Entwicklung zum Einen mit der starken Umsatzrealisierung im Q4 2009 sowie zum Anderen mit der Verschiebung von Maschinenabnahmen im Bereich Substrat Bonder in Zusammenhang stehe. Die Abnahme der Maschinen werde jedoch im Q2 erfolgen, mit dem dann entsprechenden Umsatzeffekt. Diese beiden Effekte hätten auch durch den erstmaligen Umsatzbeitrag der neu akquirierten Hamatech APE, bzw. dem neuen Geschäftsbereich Fotomasken Equipment, in Höhe von 2,2 Mio. EUR nicht ausgeglichen werden können. Das Umsatzziel für 2010 von 16 Mio. EUR für den neuen Geschäftsbereich sollte angesichts der hohen Auftragseingänge im Q2 sowie des Auftragsbestandes weiterhin gut erreichbar sein.
Entsprechend der Umsatzentwicklung habe sich der starke Auftragseingang im Q1 auch noch nicht in den Ergebnissen bemerkbar gemacht. Das EBIT habe mit -0,1 Mio. EUR dennoch über dem Vorjahresniveau gelegen, als -0,8 Mio. EUR erzielt worden seien. Jedoch sei das Ergebnis durch einen einmaligen positiven Sondereffekt in Höhe von 1,4 Mio. EUR beeinflusst worden. Im Rahmen des Erwerbs der HamaTech APE sei ein Badwill in dieser Höhe aufgedeckt und entsprechend als Ertrag verbucht worden. Zudem sei eine Rückstellung für die Earn-out-Komponente des Erwerbs in Höhe von 0,8 Mio. EUR gebildet worden. Ohne diese wäre der Badwill-Ertrag nochmals entsprechend höher ausgefallen. Ohne den Badwill-Ertrag hätte das EBIT bei -1,5 Mio. EUR und damit zunächst noch unter dem Vorjahresniveau gelegen.
Während das Segment Lithografie nach wie vor zweistellige EBIT-Margen beigesteuert habe, habe das negative Ergebnis maßgeblich aus dem Bereich Substrat Bonder resultiert, was insbesondere auf die Auslieferungsverzögerung und die damit verbundenen niedrigeren Umsatzerlösen zurückzuführen gewesen sei. Auch der neu erworbene Geschäftsbereich Fotomasken Equipment habe das Q1 noch mit einem leicht negativen Ergebnisbeitrag von -0,5 Mio. EUR beendet. Auf das Gesamtjahr gesehen, solle das Segment jedoch einen positiven Ergebnisbeitrag leisten.
In den bisherigen Umsatzprognosen des Unternehmens, die von einem Umsatzvolumen von leicht unter 120 Mio. EUR ausgegangen seien, sei noch kein organisches Wachstum erwartet worden. Lediglich das Umsatzvolumen des neuen Geschäftsbereichs sei für den erwarteten Zuwachs verantwortlich gewesen, woraus sich ein Umsatzniveau von rund 119 Mio. EUR ergeben habe. Nach den viel versprechenden Auftragseingängen im Q1 werde nun davon ausgegangen, dass ein leichtes organisches Wachstum erreicht werden könne, so dass nun Umsätze von über 120 Mio. EUR prognostiziert würden. Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich das Wachstum auf rund 3% belaufen werde, so dass sich eine neue Umsatzschätzung von 123,02 Mio. EUR ergebe.
Bei den Ergebnisprognosen hätten sie für das Geschäftsjahr 2010 den Badwill berücksichtigt, was zu einer entsprechenden Anhebung ihrer bisherigen Prognose führe. Zudem sollte das nun erwartete organische Umsatzwachstum zu einem zusätzlichen EBIT-Beitrag führen. Die erwartete EBIT-Marge hätten sie im Zuge dessen auf nunmehr 4,5% erhöht. Bereinigt um die Badwill-Erträge würden sie jetzt von einer leicht erhöhten EBIT-Marge von 3,3% ausgehen.
Für 2011 würden sie ihre bisherige Planung von 10% Umsatzwachstum beibehalten und hätten die Ergebnisrelationen entsprechend angepasst, so dass sie nun eine EBIT-Marge von 6,5% erwarten würden. Weiterhin hätten sie eine EBIT-Marge von 8% als Zielmarke, die bei einem Umsatz von 150 Mio. EUR erreicht werden könne, im Modell berücksichtigt. Die Auftragseingänge im Q1 hätten sich sehr erfreulich abgezeichnet und würden auf eine gute Entwicklung im Q2 schließen lassen. Daher habe das Unternehmen die Prognose für das Geschäftsjahr 2010 erhöht. Auch die Analysten hätten ihre Prognosen diesbezüglich und hinsichtlich des Sonderertrages und im Zuge des Badwill-Ertrags nach oben angepasst. Das Kursziel erhöhe sich durch die Adjustierung leicht von zuvor 5,50 EUR auf nunmehr 5,75 EUR.
Auf Grund des sich daraus ergebenden Kurspotenzials von 40% bestätigen die Analysten der GBC AG ihr Rating "kaufen" für die SÜSS MicroTec-Aktie. (Analyse vom 10.05.2010) (10.05.2010/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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