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Colonia Real Estate halten 17.10.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Aktie von Colonia Real Estate (ISIN DE0006338007 / WKN 633800) nach wie vor mit dem Rating "halten" ein.
Das Unternehmen habe für das erste Halbjahr 2008 Mieteinnahmen von 28,9 Mio. EUR gemeldet (Vj.: 23,7 Mio. EUR). Das Nettoergebnis aus der Vermietung sei um 18,7% auf 18,4 Mio. EUR gestiegen (H1 2007: EUR 15,5 Mio. EUR). Die bereinigte Durchschnittsmiete sei auf 4,62 EUR/m2 gestiegen. Der bereinigte Leerstand sei leicht auf 14,99% (vorher: 15,11%) gesunken. Weniger erfreulich hätten sich die Umsätze aus dem Asset- und Fonds-Management entwickelt. Diese hätten 3,7 Mio. EUR betragen (Vj.: 9,4 Mio. EUR). Somit sei unter dem Strich ein Nettoergebnis in diesem Segment von 0,6 Mio. EUR (Vj.: 5,8 Mio. EUR) erwirtschaftet worden. Das Unternehmen führe diese Entwicklung auf die geringe Transaktionstätigkeit in einem von der Finanzmarktkrise geprägten Marktumfeld zurück.
Im Zuge der Geschäftsausweitung seien die allgemeinen Verwaltungskosten auf 9,9 Mio. EUR gestiegen (Vj.: 15,6 Mio. EUR). Insgesamt habe ein EBIT von 5,6 Mio. EUR (Vj.: 11,5 Mio. EUR) erwirtschaftet werden können. Das Finanzergebnis habe sich auf -7,1 Mio. EUR belaufen (Vj.: -11,5 Mio. EUR). Dies sei aber durch die Bewertungen von Zinssicherungsinstrumenten stark geprägt gewesen.
Ein Großteil der in 2008 fällig werdenden Finanzschulden habe frühzeitig refinanziert werden können. Der durchschnittliche Fremdfinanzierungszins liege aktuell bei 4,8%. Die durchschnittliche Laufzeit der Kredite betrage sechs, sieben Jahre.
Auf der Segmentebene ergebe sich folgendes Bild: Der Geschäftsbereich Investment sei in die zwei Segmente Wohnimmobilienportfolio und Co-Investments unterteilt. Das Wohnimmobilienportfolio habe heute einen Umfang von ca. 20.000 Wohnungen mit dem regionalen Schwerpunkt Berlin. Die auch im Geschäftsbereich Investment gehaltenen Co-Investments hätten im Jahresverlauf einen Rückgang zu verzeichnen gehabt. Denn hier habe man neben den Tochterunternehmen von Merrill Lynch, J.P. Morgan und der UBS auch mit Oaktree zusammengearbeitet. Aber Oaktree bündle zum Jahresende seine Aktivitäten in einer eigenen Gesellschaft.
Der zweite Geschäftsbereich Services sei in Asset Management sowie Fund Management unterteilt. Im Asset Management würden 3.100 Mio. EUR Assets under Management verwaltet. Diese würden für den Eigenbedarf, die Co-Investments sowie für Dritte gemanagt. Das Dienstleistungsangebot reiche von Market Screening, Dienstleistungen bei Transaktionen, Optimierung der jeweiligen Immobilienportfolien, Development bis hin zu projektbezogenen Dienstleistungen. Im Bereich Fund würden Fonds aufgelegt und vertrieben. Das neue Geschäftsfeld Veräußerungen von Immobilien für Dritte sei in der Tochtergesellschaft CRE Accentro GmbH gebündelt.
Im Wohnimmobilienportfolio sollten die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen in einzelnen Portfolien abgeschlossen werden. Dies sollte zu einer Reduzierung des Leerstandes auf 12,8% führen. Zudem sollten die Quadratmetermieten auf über 4,70 EUR bis Jahresende ansteigen, vor allem die Mieten in den energetisch sanierten Beständen sollten einen Anstieg erfahren. Unterstützt werde diese Entwicklung durch ein aktives Portfoliomanagement, in dessen Rahmen bis zu 15% des Wohnimmobilienbestandes veräußert würden.
Zurzeit prüfe die CRE gemeinsam mit ihren Co-Investment-Partnern Immobilien im Gesamtvolumen von rund einer Mrd. EUR. Zum Jahresende werde im Asset Management das Mandat für Oaktree wegfallen, was die momentanen Assets under Management, ceteris paribus, fast halbieren werde.
Im Bereich der Fonds rechne die Gesellschaft mit einer Belebung des Investmentmarktes und gehe von einem deutlichen Anstieg bei Umsatz und Gewinn in diesem Segment aus. Unter anderem solle ein weiterer Fonds im zweiten Halbjahr vermarktet werden. Es handle sich hierbei um einen Fonds für Pflegeheime mit einem Volumen in Höhe von 75 Mio. EUR. Mittelfristig sehe das Unternehmen weitere Perspektiven von SOLAR-Fonds für Dritte. Bei dieser möglichen Strategie seien bisher noch keine genauen Details veröffentlicht worden.
Bei der CRE Accentro würden aktuell Privatisierungsaufträge von Dritten über ein Volumen von über 250 Mio. EUR vorliegen. Dies sollte zu weiteren Umsätzen führen.
Kostenseitig plane das Unternehmen die Kostenreduktion bei den Betriebskosten sowie eine weitere Optimierung der Verwaltung, was unter dem Strich Einsparungen in diesem Bereich ergeben sollte.
Anhand der aktuellen Verwerfungen auf den internationalen Kapitalmärken habe das Unternehmen seine Jahresprognose nach unten angepasst. Die bereinigte Prognose für das Konzernergebnis 2008 werde auf 20 bis 25 Mio. EUR geschätzt. Nach Erachten der Analysten sei auch diese Guidance ambitioniert.
Zuletzt habe der Hauptaktionär der Gesellschaft, die SwissReal Estate AG ihren Anteil auf unter 25% gesenkt. Nach Erachten der Analysten sei dies kritisch zu sehen.
Die Colonia Real Estate sei in vielen Geschäftsbereichen aktiv. Nach Meinung der Analysten seien die Baustellen, die der Konzern aktuell habe, sehr umfangreich und bedürften des entschlossenen Einsatzes des Managements.
Insgesamt sehen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Aktie der Colonia Real Estate als eine Halteposition. Als Grundlage ihrer Kurszielfindung würden sie ihren Peer-Group-Vergleich zur Hilfe nehmen. Das Kursziel werde von 14 auf 3 EUR reduziert. (Immobilienaktien 2008/2009 vom 16.10.2008) (17.10.2008/ac/a/nw)
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