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AstraZeneca Marketperformer


30.10.2000
LB Baden-Württemberg

Der britisch-schwedische AstraZeneca-Konzern (WKN 886455) wurde am 15. September 2000 mit einer Gewichtung von 2,4 % neu in den Stoxx 50 aufgenommen, berichten die Analysten der LBBW.

Das Life-Science-Unternehmen sei in den Bereichen Pharma (84 % des Umsatzes) und Agrochemikalien tätig (16 %). Letzterer Bereich solle voraussichtlich Mitte November 2000 mit dem Agrobusinessgeschäft von Novartis zu Syngenta zusammengelegt werden. An dem Joint Venture werde AstraZeneca eine Minderheitsbeteiligung halten.


In den ersten neun Monaten 2000 sei der Umsatz des Astra-Zeneca-Konzerns um 3,9 % (wechselkursbereinigt 7 %) auf 13,8 Mrd. USD. Das operative Ergebnis vor ao. Posten habe sich um 9,3 % (wechselkursbereinigt 12 %) auf 3,4 Mrd. USD verbessert. Beim Ergebnis vor Steuern sei ein Zuwachs von 13 % (wechselkursbereinigt 15 %) erwirtschaftet worden. Das Ergebnis je Aktie belaufe sich auf 1,35 USD, was einem Zuwachs von 12,5 % (wechselkursbereinigt 15 %) entspreche. Bei den fortzuführenden Healthcare-Aktivitäten (ohne Agrochemikalien) habe ein Umsatzplus von 3,8 % (wechselkursbereinigt 7 %) auf 11,7 Mrd. USD verzeichnet werden können. Der Betriebsgewinn habe sich um 8,6% auf 3,0 Mrd. USD (wechselkursbereinigt 11 %) erhöht.

Bei Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal habe der Pharmakonzern die Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr 2000 vor dem Hintergrund schwächer als erwarteter Verkaufszahlen für das Medikament Losec in den USA von zweistelligen Zuwachsraten auf die neue Zielmarke von 8 % (auf Basis konstanter Wechselkurse) revidiert. Auf Ebene des Gewinns bleibe das Unternehmen bei den Prognosen eines zweistelligen Zuwachses. Die Analysten der LBBW rechnen für das Jahr 2000 nun mit einem Umsatzplus von 4,8 % auf 18,65 Mrd. USD. Das operative Ergebnis vor ao. Posten dürfte sich nicht zuletzt dank der für das Gesamtjahr zu erwartenden Synergien von 600 Mio. USD auf 4,3 Mrd. USD belaufen. Dies entspreche einer operativen Marge von 22,8%. Den Konzerngewinn vor ao. Posten schätzen die Analysten der LBBW auf 3 Mrd. USD, was einem Ergebnis je Aktie von 1,68 USD entspreche.

Die Analysten der LBBW stufen die AstraZeneca-Aktie, die nach Veröffentlichung der Neunmonatszahlen übertriebene Kurseinbußen hinnehmen musste, weiterhin als Marketperformer ein, zumal das Unternehmen gemessen an der Pharmapipeline (Analystenkonferenz am 11./12. Dezember) und an den operativen Margen zu den Spitzenkonzernen gehört. Als Unsicherheits- und damit Kursbelastungsfaktor erweise sich der drohende Patentablauf des weltweit umsatzstärksten Medikaments Losec.




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