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Nestlé Outperformer 18.11.2003
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Nestlé-Aktie (ISIN CH0012056047 / WKN 887208) mit "Outperformer".
Die Strategie des Nahrungsmittelkonzerns umfasse die verstärkte Konzentration auf Produkte mit hoher Wertschöpfung in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Wellness. Hierzu seien keine Akquisitionen geplant. Vielmehr setze Nestle auf Kooperationen oder Joint Ventures mit Pharma- und Kosmetikfirmen sowie Konsumgüterkonzernen. Nestle sei von seiner Zielmarke "Internes Realwachstum (RIG)" abgerückt. Als neue Zielmarke sei das organische Wachstum gewählt worden, das - anders als das RIG - Preiseffekte mit einbeziehe, Devisenschwankungen und Akquisitionseffekte aber ausklammere. Zudem wolle sich Nestle verstärkt auf die Verbesserung der Gewinnmargen konzentrieren.
In den ersten drei Quartalen 2003 habe Nestle einen Umsatz von 64,6 (Vorjahreszeitraum 66,2) Mrd. Schweizer Franken (CHF) erzielt. Der negative Währungseffekt (- 9,2%) habe die Umsatzentwicklung weiterhin belastet, gegenüber dem 1. Halbjahr (-12,6 %) sei allerdings eine Abschwächung beobachtet worden. Das organische Wachstum habe sich auf 5,4% belaufen, der Großteil sei durch Preissteigerungen (3,1%) erzielt worden. Der Akquisitionseffekt habe +1,4% betragen (1. Halbjahr: +0,8%); hier spiegele sich auch die Erstkonsolidierung von Dreyer's wider. Das interne Realwachstum (RIG) habe sich auf 2,3% (1. Halbjahr: 2,1%) beschleunigt. Der Wasserbereich habe vor allem in Westeuropa von dem heißen Sommer profitiert und ein Wachstum von 10,9% erreicht. Das Wassergeschäft mache mittlerweile 9% des Gesamtumsatzes aus.
Gleichzeitig habe auf Grund der Hitze das Geschäft mit Schokoladen und anderen Süßwaren abgenommen. Der Umsatz sei von 7,5 Mrd. CHF auf 7,0 Mrd. CHF gesunken. Die Umsatzentwicklung nach Regionen sei durchweg positiv ausgefallen. In Europa sei ein organisches Wachstum von 2,3% erreicht worden, in Nordamerika habe es bei 3,4% gelegen. In Mittel- und Südamerika sei eine organische Wachstumsrate von 10,6% erzielt worden. Der Umsatz in den Regionen Asien, Ozeanien und Afrika habe um 4,2% zugelegt. Nestle strebe bis zum Jahresende konzernweit ein organisches Wachstum von 5 bis 6% an. Gewinnzahlen seien für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres nicht veröffentlicht worden. Im 1. Halbjahr habe Nestle ein EBITA von 5,05 CHF erzielt.
Nestle befinde sich mit seinen Kostensenkungsprogrammen auf Zielkurs. In diesem Jahr würden Einsparungen von 800 Mio. CHF erwartet. Mit dem Programm "Globe" wolle der Konzern ab 2006 jährlich drei Mrd. CHF einsparen. Die US-Wettbewerbsbehörde habe die Übernahme des US-Eiscreme-Konzerns Dreyer's im zweiten Anlauf mit Auflagen genehmigt. Nestle verzichte auf mehrere Marken mit etwa 7% Umsatzanteil, erlange aber dafür die führende Position im US-Eiscreme-Markt und schließe damit weltweit zum Konkurrenten Unilever auf. Der Marktanteil in den USA werde bei 25 bis 27% liegen. Allerdings sei die Rendite in diesem Segment verbesserungswürdig. Ab 2005 erwarte Nestle durch diese Transaktion eine Verbesserung des Umsatzwachstums und der Gewinn-Kennzahlen.
In 2006 sollten Umsatz- und Kostensynergien von 60 bzw. 185 Mio. Dollar erzielt werden. Nestle und der US-Konsumgüterkonzern Colgate Palmolive würden zukünftig im Wachstumsmarkt "Mundpflege für unterwegs" zusammenarbeiten wollen. Dabei werde Nestle den Vertrieb von Kaugummi-Produkten von Colgate für die Länder Großbritannien, Irland und Kanada übernehmen. Die Zusammenarbeit umfasse auch die Entwicklung und das Marketing der Produkte. Bei erfolgreichem Verlauf der Kooperation sei eine Ausweitung auf andere Mundhygieneprodukte denkbar. Das Abkommen bedürfe der Zustimmung durch die Behörden und solle "früh im Jahre 2004" in Kraft treten. Mit dem britischen Nahrungsmittelkonzern Finsbury Food Group habe Nestle einen Vertrag über die gemeinsame Vermarktung ("Ko-Marketing") von Produkten erschlossen.
Die Neun-Monats-Zahlen und der Ausblick für das Gesamtjahr hätten die Erwartungen erfüllt. Der starke Schweizer Franken beeinflusse die Umsatzentwicklung weiterhin negativ, in Zukunft sei jedoch mit einer weiteren Abschwächung des negativen Währungseffektes zu rechnen. Man gehe davon aus, dass Nestle den Zielwert eines organischen Umsatzwachstums von 5 bis 6% und die angestrebten Kostensenkungen im Gesamtjahr erreichen werde.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln behalten ihre Einschätzung "Outperformer" für Nestlé bei.
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