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Transocean veröffentlichte Ergebnisse für zweites Quartal 2010


05.08.2010
Vontobel Research

Zürich (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von Vontobel Research, Fabian Haecki, stuft die Transocean-Aktie (ISIN KYG900781090 / WKN 886661) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" unverändert mit dem Rating "hold" ein.

Transocean habe die Ergebnisse für das 2Q10 veröffentlicht. Der Umsatz sei um 13% auf USD 2.505 Mio. gefallen. Er habe damit gerade noch der Schätzung der Analysten von USD 2.520 Mio. entsprochen und knapp unter dem Konsens von USD 2.589 Mio. gelegen. Das EBIT habe USD 957 Mio. erreicht und damit deutlich die Analystenprognose von USD 800 Mio. und den Konsens von USD 820 Mio. übertroffen. Der Reingewinn habe bei USD 715 Mio. gelegen (VontE: 569 Mio., Konsens: 559 Mio.).

Bislang seien 206 Klagen oder Prozesse gegen Transocean angestrengt worden. Zudem hätten die Regierungsbehörden Untersuchungen eingeleitet. Das Unternehmen zeige sich kampfbereit und habe erklärt, es werde "alle Klagen beurteilen, jedoch energisch gegen jede einzelne Klage kämpfen und dabei jedes verfügbare Mittel der Verteidigung nutzen".

Der Umsatz habe den Schätzungen der Analysten entsprochen. Der Rückgang um 13% sei auf die höhere Zahl von gelagerten Bohrinseln (insbesondere Jackups) und niedrigere Tagesraten zurückzuführen gewesen, aber zum Teil durch neu gebaute Ultra-Tiefwasser-Bohrinseln wettgemacht worden.


Die Ergebnisse im 2Q hätten von einem Gewinn von USD 267 Mio. aus der Versicherungsentschädigung für die Deepwater-Horizon-Bohrinsel profitiert. Die Aufwendungen und Rückstellungen in Verbindung mit der Macondo-Ölpest hätten nur USD 82 Mio. betragen, während die Analysten von USD 200 Mio. in diesem Quartal ausgegangen seien. Diese Differenz erkläre im Wesentlichen den überraschend hohen Gewinn im 2Q. Im Gesamtjahr erwarte das Unternehmen jedoch Kosten von USD 180 Mio. in Verbindung mit der Ölkatastrophe, was ungefähr der Schätzung der Analysten entspreche.

In Bezug auf die Ölpest in Macondo habe Transocean erneut betont, dass der Betreiber der Bohrinsel für alle Schäden aufgrund des Blowouts und des ausgelaufenen Öls voll verantwortlich sei. Die vierteljährliche Dividendenausschüttung sei wegen der laufenden Prüfung durch die Schweizer Behörden überraschend verschoben worden.

Das zugrunde liegende operative Ergebnis von Transocean habe im Rahmen der Erwartungen der Analysten gelegen, sei allerdings von den enormen Prozessrisiken überschattet worden, denen das Unternehmen ausgesetzt sei. Das Unternehmen habe angekündigt, sich gegenüber allen Klagen zu verteidigen, was zu einem langwierigen Rechtsstreit mit unklarem Ausgang führen könnte. Die Analysten müssten nur geringfügige Änderungen an ihren Prognosen vornehmen.

Die Analysten von Vontobel Research halten daher an ihrem "hold"-Rating für die Transcocean-Aktie fest und prüfen ihr Kursziel von CHF 65. Sie würden Anlegern empfehlen abzuwarten, bis sich die finanziellen Folgen der Ölkatastrophe klarer abzeichnen würden. (Analyse vom 05.08.2010) (05.08.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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