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AT&S kaufen


05.03.2009
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Daniel Damaska, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von AT&S (ISIN AT0000969985 / WKN 922230) nach wie vor mit "kaufen" ein.

Aufbauend auf einem stärker als erwarteten Umsatzrückgang des zuvor boomenden Industrie/Medizin Segments im 3. Quartal (13% zum Vorquartal) hätten die Analysten ihre Umsatz-, und Gewinnerwartungen von AT&S weiter reduziert. Die Deckungsbeitrags-, und EBIT-Marge hätten sie aufgrund der vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen lediglich um 1%p gekürzt, da diese dem Fixkostendruck aufgrund der Unterauslastung entgegenwirken würden. Liquiditätsseitig sei durch Maßnahmen wie die Kürzung des Investitionsbudgets von EUR 60 Mio. auf EUR 31 Mio., Factoring von Forderungen und Lagerabbau einem möglichen Engpass vorgesorgt worden. Positiv auf den Auftragseingang von AT&S sollte sich die Insolvenzanmeldung von Konkurrenten (z.B. Ruwel, Lamitech Dielectra) auswirken.

Ihre Schätzungen für 2008/09 hätten die Analysten lediglich hinsichtlich höherer als ursprünglich erwarteter Restrukturierungskosten (EUR 20,9 Mio. vers. EUR 18,9 Mio. in der letzten Analyse) sowie einer zusätzlichen Abschreibung des Verlustvortrags der Tochter in Korea TOFIC in Hohe von. EUR 1,5 Mio. geändert. Dadurch habe sich ihre Schätzung des Nettoergebnisses für 2008/09 von EUR 4,2 Mio. auf EUR -2,2 Mio. verschlechtert, während die Umsatzschätzung mit EUR 455,8 Mio. unverändert geblieben sei.

Ihre Umsatzschätzung für 2009/10 hätten die Analysten dagegen von EUR 437 Mio. auf EUR 413 Mio. im Wesentlichen wegen der Reduzierung der Schätzungen für das Industrie/Medizin Segment und das Nettoergebnis von EUR 14,3 Mio. auf EUR 7,9 Mio. gesenkt. Das Ergebnis pro Aktie falle damit von EUR 0,61 auf EUR 0,34. Eine Dividendenausschüttung würden die Analysten 2008/09 nicht erwarten.


Zu den positiven Aspekten würden bei AT&S folgende gehören: Ein verbesserter Auftragseingang durch die Insolvenz von Konkurrenten, ein vergleichsweise geringfügiger Margenrückgang durch die Verlagerung der Massenproduktion nach China, sowie die Tatsache, dass das USD-Währungsrisiko durch die Produktion in Asien weitgehend gematched werde.

Negativ zu werten seien die starken Umsatzrückgänge in den zyklischen Segmenten Automotive und Mobile Devices und der damit einhergehende Rückgang der Margen durch die geringe Auslastung, sowie die kurzfristig hohen Restrukturierungskosten.

Unter Berücksichtigung der nach unten revidierten Schätzungen für 2009/10 hätten die Analysten ein neues Zwölf-Monats-Kursziel von EUR 4,60 errechnet.

Aufgrund des sich daraus ergebenden Kurssteigerungspotenzials von mehr als 60% behalten die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Kaufempfehlung für die AT&S-Aktie bei. (Analyse vom 05.03.2009) (05.03.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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