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AT&S halten


30.01.2009
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Thomas Unger, Analyst der Erste Bank, bewertet die Aktie von AT&S (ISIN AT0000969985 / WKN 922230) weiterhin mit "halten".

AT&S habe im dritten Quartal einen Umsatz von EUR 117,1 Mio. erzielt. Der Rückgang von 7,5% gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr sei auf das schwache wirtschaftliche Umfeld, aufgrund dessen sich die Nachfrage bereits Mitte November merklich abgeschwächt habe, und den niedrigeren US-Dollar-Kurs zurückzuführen. Die Unterauslastung in allen Werken im November, die sich im Dezember weiter verschärft habe, habe sich - wegen der hohen Fixkosten - im Rückgang des Bruttogewinns auf EUR 20 Mio. bemerkbar gemacht. Die Bruttomarge habe im dritten Quartal bei 17,1% gestanden.

Unter der Belastung der Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen am Standort in Leoben, sowie die Firmenwertabschreibung in Korea (die das operative Ergebnis mit insgesamt EUR 25,8 Mio. belastet hätten) sei das operative Ergebnis für das dritte Quartal auf einen Verlust von EUR 18,2 Mio. gesunken. Die Abschreibung von Verlustvorträgen bei AT&S Korea habe den Ertragsteueraufwand im abgelaufenen Quartal um EUR 1,4 Mio. erhöht und in einem Nettoverlust von EUR 23,5 Mio. resultiert, während im Vorjahr noch ein Periodenüberschuss von EUR 11,6 Mio. habe ausgewiesen werden können.


Die Nettoverschuldung habe gegenüber dem Vorquartal merklich zugenommen (Anstieg des Verschuldungsgrades von 66,3% auf 78,8%). Da die Analysten erwarten würden, dass der zukünftige operative Cashflow schwach sein werde und noch weitere Investitionen für das Werk in Shanghai benötigt würden, würden die Analysten davon ausgehen, dass die Nettoverschuldung auch weiterhin zumindest leicht steigen werde.

Als Reaktion auf das Quartalsergebnis sei die Aktie am Dienstag um 8,95% gefallen. Die Analysten würden diese Bewegung (die zu einem Gutteil auf die geringe Liquidität zurückzuführen sei) für übertrieben halten, da die Veröffentlichung nichts Unvorhergesehenes zutage gebracht habe. Sie möchten erneut darauf hinweisen, dass das Unternehmen stark vom Konjunkturzyklus abhängig sei und somit im Zuge der derzeitigen Krise weiter unter Druck kommen könne.

Da die Analysten der Erste Bank glauben, dass viel der Befürchtung einer weiteren Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds bereits im aktuellen Kurs enthalten ist, bleiben sie bei ihrer "halten"-Empfehlung mit Kursziel EUR 3,9 für die AT&S-Aktie. (Analyse vom 30.01.2009) (30.01.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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