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Nestle halten


13.12.2001
Bank Sarasin & Cie AG

Die Analysten der Bank Sarasin empfehlen die Aktie von Nestlé (WKN 887208) nach dem Ralston Purina-Deal zu halten.

Nestlé habe wie erwartet die Genehmigung der US-Regulierungsbehörde erhalten, um Ralston Purina zu übernehmen. Damit sei der Weg geebnet und das Schweizer Unternehmen könne ein Haustierfutter-Imperium ins Leben zu rufen. Um die Genehmigung zu erhalten, habe sich Nestlé verpflichten müssen, zwei der Trockenkatzenfuttermarken von Ralston Purina zu verkaufen. Das Geschäft könne jetzt bis zum 31. Dezember 2001 abgeschlossen werden. Es habe einen Gegenwert von 10,3 Milliarden US-Dollar. Nestlé behalte nach Abschluss der Transaktion dank einer starken Bilanz das AAA-Rating.


Durch die Akquisition übernehme Nestlé (zusammen mit Mars) eine weltweit führende Rolle im Haustierfutterbereich. Die Marktanteile der gesamten Gruppe hätten 2000 betragen: Europa 24 Prozent (Umsatz in Höhe von 3,2 Milliarden CHF), Nord- und Südamerika 33 Prozent (Umsatz 7 Milliarden CHF) und in Asien, Ozeanien und Afrika 14 Prozent (Umsatz 0,5 Milliarden CHF). Weltweit belaufe sich der Marktanteil auf 27 Prozent.

Der Haustierfuttermarkt gewinne zunehmend an Bedeutung. Der Bereich werde zu einer der wichtigsten Einnahmequellen von Nestlé. Die Übernahme von Ralston Purina sei strategisch sinnvoll, weil sich beide Unternehmen aufgrund der geographischen Präsenz und der Produktsegmente sehr gut ergänzen würden. Insbesondere werde Nestlé von der starken Präsenz von Ralston Purina im schnell wachsenden Trockenhaustierfutterbereich profitieren. Der Konkurrenzkampf im Haustierfuttermarkt sei unter anderem wegen des Markteintritts von Procter & Gamble mit der Akquisition von IAMS in 1999 härter geworden. Spuren dieser Entwicklung seien auch im Halbjahresergebnis von Nestlé ersichtlich gewesen. Der Geschäftsverlauf von Ralston Purina demgegenüber sei in 2001 dennoch erfreulich gewesen.

„Die Genehmigung der US-Regulierungsbehörde zum Jahresende war in unseren Prognosen berücksichtigt. Wir bleiben deshalb bei unserer Einschätzung, Nestlé zu halten“, sagt Patrick Hasenböhler, Analyst der BANK SARASIN.




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