Logo
Analysen - Alle
06.04.2021
Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Deutsche Wohnen und Vonovia - Immobilienkonzerne rüsten sich für die Zukunft
Bank Vontobel Europe AG

www.optionsscheinecheck.de

München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Deutsche Wohnen (ISIN DE000A0HN5C6/ WKN A0HN5C) und Vonovia (ISIN DE000A1ML7J1/ WKN A1ML7J) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Die besonders in den Metropolen stark steigenden Mieten seien oft ein Reizthema in der öffentlichen Wahrnehmung. Profiteure dieses seit Jahren anhaltenden Trends der wachsenden Mieten seien insbesondere die beiden Wohnimmobilienkonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen. Selbst im vergangenen Krisenjahr sei es dem Immobilienkonzern Vonovia gelungen, seinen Gewinn zu steigern. Langfristig plane der DAX-Konzern weiter zu expandieren; dafür seien in der Vergangenheit bereits richtungsweisende Akquisitionen getätigt worden. Das zweite große Schwergewicht auf dem hiesigen Immobilienmarkt, die Deutsche Wohnen, müsse hingegen aufgrund des beschlossenen Mietendeckels Einbußen hinnehmen.

Für Vonovia, den größten Immobilienkonzern in Deutschland, würden die Geschäfte auch während der Pandemie glänzend laufen. Auch wenn das DAX-Mitglied im Vergleich zu anderen DAX-Unternehmen weitaus weniger im medialen Fokus stehe und zuweilen eher als konservatives Investment gelte, zeige der Wohnimmobilienkonzern gerade in der Krise seine Stärke. Dies sei insbesondere auf den Wohnimmobilien-Ansatz zurückzuführen, da Vonovia somit von den steigenden Mieten habe profitieren können und weniger von den Mietausfällen bzw. dem Leerstand im gewerblichen Bereich betroffen gewesen sei. Gerade die seit Jahren ansteigenden Mieten würden Vonovia zum Erfolg verhelfen und trotz der Krise seien auch in 2020 die Mieten auf dem deutschen Wohnungsmarkt um 3,3 Prozent gestiegen.

Somit sei die Performance von Vonovia auch in der COVID-19-Pandemie beständig geblieben. Der operative Gewinn sei im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 Prozent auf EUR 1,35 Mrd. angestiegen. Der Wohnimmobilienkonzern aus Bochum habe daher auch in der Krise die Dividende gegenüber dem vorherigen Jahr um EUR 0,12 erhöhen können. Der üppige Gewinnzuwachs habe auch an den Kürzungen der Kosten im Bereich Modernisierung, Neubau und Instandhaltung gelegen, denn aufgrund der Pandemie und den einhergehenden Sicherheitsvorkehrungen habe Vonovia im vergangenen Jahr rund EUR 1,9 Mrd. weniger als geplant investiert. Der Wert des Immobilienportfolios habe dennoch wegen des Anstiegs der Mieten zugelegt. Für das laufende Jahr plane das Bochumer Unternehmen, das operative Ergebnis auf EUR 1,465 Mrd. sowie den Umsatz auf EUR 5,1 Mrd. zu steigern. Zudem sollten bis zu EUR 1,6 Mrd. in Modernisierung der Immobilien und den Neubau investiert werden.

Des Weiteren plane Vonovia, weiter durch Übernahmen im In- und zuletzt auch im Ausland zu wachsen. Bereits Ende 2019 sei die Mehrheit des schwedischen Immobilienunternehmens Hembla AB übernommen worden. Zusammen mit dem ein Jahr zuvor erworbenen Unternehmen Victoria Park sei Vonovia nun mit rund 38.000 Wohneinheiten der größte Vermieter Schwedens. Im Sommer 2020 sei der nächste Schritt der Expansion gefolgt, denn der Wohnimmobilienkonzern habe sich mit 2,6 Prozent am niederländischen Immobilieninvestor Vesteda Residential Fund beteiligt. Vonovia wolle damit neben Deutschland und Schweden auch das Geschäft auf die Niederlande auszuweiten.

Die Deutsche Wohnen sei einer der größten Profiteure des stark wachsenden Immobilienmarktes. Das Unternehmen, welches über rund 160.000 Gewerbe- und Wohneinheiten mit einem geschätzten Gesamtwert von etwa EUR 26,2 Mrd. verfüge, habe im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von rund EUR 1,5 Mrd. erzielen können. Demnach habe das Unternehmen aus Berlin den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp EUR 500 Mio. steigern können. Trotz der positiven Zahlen habe das im Februar des vergangenen Jahres durch den Berliner Senat verabschiedete Mietendeckel-Gesetz deutliche Spuren hinterlassen. Das Gesetz betreffe die Mieten von rund 1,5 Mio. Wohnungen im Raum Berlin. Demnach dürften diese von 2022 bis zum Jahr 2025 um maximal 1,3 Prozent jährlich angehoben werden. Als Folge dessen habe das Unternehmen einen Rückgang der Mieten von rund 4,1 Prozent hinnehmen müssen, was einer Durchschnittsmiete von etwa EUR 6,70 pro Quadratmeter entspreche.

Nichtsdestotrotz möchte die Deutsche Wohnen in der Zukunft weiter expandieren. Das Hauptaugenmerk solle hierbei vor allem auf dem kommunizierten Klimaziel liegen. Demnach möchte das Unternehmen bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden. Laut CEO Michael Zahn könne gerade der Gebäudesektor positiv zur Klimawende beitragen, da dieser einen bedeutenden Teil der CO2-Emissionen verursache. Aufgrund mehrerer in der Vergangenheit getätigter Investitionen in Bereiche wie Haustechnik und Gebäudehüllen sei der Konzern bereits heute einer der klimaneutralsten Akteure in seiner Branche.

Des Weiteren habe das Unternehmen vor kurzem die Emission von zwei grünen Unternehmensanleihen am Kapitalmarkt publiziert. Die Unternehmensanleihen, welche sich auf insgesamt EUR 1 Mrd. belaufen würden, hätten eine Laufzeit von rund 15 Jahren. Der daraus resultierende Nettoemissionserlös solle zum einen in den Erwerb und die Finanzierung von klimaneutralen Gebäuden und Wohnungen investiert werden und zum anderen die klimaneutralere Sanierung des eigenen Bestandes vorantreiben.

Die Aktie der Vonovia SE werde aktuell bei EUR 56,52 (01.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 62,22 (02.09.2020) und das Jahrestief bei EUR 43,67 (23.04.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 20 Analysten die Aktie auf "buy", fünf auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Die Aktie der Deutsche Wohnen SE werde aktuell bei EUR 40,53 (01.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 46,31 (05.11.2020) und das Jahrestief bei EUR 34,50 (02.04.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 17 Analysten die Aktie auf "buy", sieben auf "hold" und drei auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Zertifikat (ISIN DE000VS89MR5/ WKN VS89MR) auf den 8X Long Index linked to Vonovia SE (ISIN CH0317945290/ WKN A2BLKB), Faktor 8,00. Das Papier habe einen Bewertungskurs in Höhe von EUR 56,66. Das Bezugsverhältnis betrage 0,01. Der Geldkurs liege bei EUR 5,44. Der Briefkurs werde bei EUR 5,57 gesehen. Erster Börsenhandelstag sei der 07.03.2016. (Stand: 06.04.2021, 11:21)

Interessant sei auch das Zertifikat (ISIN DE000VQ2U4X4/ WKN VQ2U4X) mit Faktor -8,00 auf den 8X Short Index linked to Vonovia SE V4 (ISIN CH0506693875/ WKN A27BZ1). Es habe einen Bewertungskurs in Höhe von EUR 56,66. Die Schwelle liege bei EUR 62,33. Das Bezugsverhältnis werde bei 0,005 gesehen. Der Geldkurs liege bei EUR 4,93, wobei der Briefkurs bei EUR 5,05 gesehen werde. Erster Börsenhandelstag sei am 07.01.2021. (Stand: 06.04.2021, 11:23)

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe vom 01.04.2021) (06.04.2021/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



© 1998 - 2021, optionsscheinecheck.de