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News - Ausland
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02.09.2005
Northwest Airlines kämpft mit hohen Treibstoffkosten, Bankrott rückt näher, Aktie -21 Prozent
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Die Northwest Airlines Corp. (ISIN US6672801015/ WKN 890347), die viertgrößte Fluggesellschaft in den USA, meldete am Donnerstag, dass sie aufgrund der stark steigenden Treibstoffkosten immer mehr Zeit verliert, um den drohenden Bankrott noch abzuwenden. Für das laufende dritte Quartal wird ein Verlust von bis zu 400 Mio. Dollar erwartet.
Der Konzern, dessen Piloten sich zu neuen Verhandlungen bezüglich Gehaltskürzungen bereiterklärt haben, gab im Rahmen einer SEC-Mitteilung bekannt, dass seine Liquidität von 2,1 Mrd. Dollar Ende Juni auf zuletzt 1,7 Mrd. Dollar gesunken ist. Im dritten Quartal rechnet man zurzeit mit einem Verlust von 350 bis 400 Mio. Dollar, wobei er wegen den Auswirkungen des Hurrikans "Katrina" sogar noch höher ausfallen könnte. Der Umsatz wird hingegen voraussichtlich zulegen können, was mit einer höheren Nachfrage zusammenhängt.
Die Fluglinie strebt jährliche Einsparungen bei den Arbeitskosten von 1,1 Mrd. Dollar an. Da jedoch u.a. die Kerosinpreise immer weiter steigen, könnte diese Zielmarke noch angehoben werden.
Northwest geht für das laufende Quartal von 1,90 bis 1,95 Dollar pro Gallone Kerosin aus, was insgesamt 900 Mio. Dollar an Kosten entspräche. Im vierten Quartal wird mit einem ähnlich hohen Betrag gerechnet. Im Gesamtjahr 2005 sollen die Kerosinausgaben 3,3 Mrd. Dollar betragen, was einem Plus von 50 Prozent gegenüber 2004 bedeuten würde.
Darüber hinaus streiken derzeit die Mechaniker der Fluggesellschaft, diesen Zustand jedoch durch Ersatzarbeiter kompensiert. Der Konzern verfügt nach eigenen Angaben über keine Sicherheiten mehr für zusätzliche Kredite.
Die Aktie von Northwest Airlines schloss gestern an der NASDAQ bei 3,97 Dollar, was einem Minus von 21,07 Prozent entspricht. Nachbörslich verlor der Anteilsschein weitere 6,5 Prozent.
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