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Analysen - Ausland
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26.08.2005
GERICOM verkaufen
Erste Bank
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Brigitte Kellerer-Wendelin, Analystin der Erste Bank, bewertet die GERICOM-Aktie (ISIN AT0000729108/ WKN 565773) mit "verkaufen".
Die Zahlen für das erste Halbjahr 2005 würden die schwierige Situation des Unternehmens reflektieren. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahr um 35% auf 124,2 Mio. Euro zurückgegangen. Der Rückgang beim Umsatz sowie der anhaltende Preisdruck hätten sich deutlich beim Bruttoergebnis gezeigt, das von 12,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2004 auf 3,6 Mio. gefallen sei. Mit dem schwachen Bruttoergebnis hätten die operativen Kosten nicht gedeckt werden können und GERICOM habe in den ersten sechs Monaten 2005 ein stark negatives EBIT von minus 5,1 Mio. Euro hinnehmen müssen (EBIT Vorjahr: +2,5 Mio. Euro). Der Periodenfehlbetrag im ersten Halbjahr 200 (minus 6,5 Mio. Euro) sei zusätzlich von außerordentlichen Abschreibungen von latenten Steuern belastet gewesen.
Eine Erholung im Konsumelektroniksegment sei auch weiterhin nicht zu erwarten. Man müsse somit auch weiterhin von einem massiven Wettbewerb zwischen den einzelnen Herstellern als auch zwischen den großen Vermarktungsketten ausgehen. Auf Grund des weiterhin sehr hohen Wettbewerbs sähen die Analysten für GERICOM keine Chance, die Preise und die Mengen wiederum deutlich zu erhöhen. Von einer Verbesserung bei der Bruttomarge könne somit nicht ausgegangen werden. Angesichts des weiterhin sehr schwierigen Umfelds würden die Analysten erwarten, dass das Unternehmen auch in den kommenden Quartalen nicht aus der Verlustzone herauskommen werde.
Die Analysten gingen somit in den Geschäftsjahren 2005 und 2006 von deutlich höheren Verlusten je Aktie aus. Ihre neuen Schätzungen für die Geschäftsjahre 2005 und 2006 seien nun auf minus 0,94 Euro (zuvor minus 0,13 Euro) sowie minus 0,19 Euro (zuvor minus 0,02 Euro). Der Turnaround im Geschäftsjahr 2007 erscheine aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. Für das Geschäftsjahr 2007 gingen die Analysten somit jetzt von einem leichten Verlust von minus 0,01 Euro je Aktie aus. Zuvor seien sie in ihren 2007 Schätzungen von einer schwarzen Null ausgegangen. Das Risiko von weiteren negativen Nachrichten und deutlichen Kursabschläge sei bei der Aktie weiterhin als sehr hoch einzustufen.
Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre "verkaufen"-Empfehlung für die GERICOM-Aktie mit einem Kursziel von 2 Euro je Aktie.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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