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Analysen - Ausland
22.07.2005
Richemont kaufen
Bank Hofmann

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Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Aktie von Richemont (ISIN CH0012731458/ WKN 875863) zu kaufen.

Mit einem Umsatz von 3,7 Mrd. EUR (das Unternehmen bilanziert in Euro) sei Richemont der weltweit zweitgrößte Luxusgüterkonzern. Die Geschäftsbereiche würden Schmuck und Uhren (Umsatzanteil von 77%), Schreibgeräte (11%), Lederwaren und Accessoires (7%) sowie Kleidung (5%) umfassen. Zu Richemont würden so klingende Namen wie Cartier oder Van Cleef & Arpels (schwergewichtig Schmuck), aber auch A. Lange & Söhne, Piaget, Vacheron Constantin, Jaeger Le Coultre, IWC, Panerai und Baume& Mercier (Uhren) zählen. Weiter würden zum Beispiel Montblanc und Dunhill zum Markenportfolio gehören. Cartier sei Richemonts absolute Topmarke; sie mache geschätzte 50% am Konzernumsatz und etwa 70% am Betriebsgewinn aus. Zudem halte Richemont eine 18,3%-Beteiligung an British American Tobacco (BAT), die im vergangenen Geschäftsjahr 53% zum Reingewinn des Konzerns beigetragen habe.

Zwischen 2001 und 2004 habe Richemont eine Krise durchlaufen. Auslöser sei die missglückte Repositionierung von Cartier im hohen Preissegment zusammen mit einer zeitlich verfehlten Expansionsstrategie gewesen, was eine Erosion der betrieblichen Marge von 19,3% auf 8,8% bewirkt habe. Anschließend hätten neue Verantwortliche mit Erfolg begonnen, sich auf das bewährte Geschäftsmodell von Cartier zurückzubesinnen, die Lancierung neuer Produkte zu erhöhen und die Vertriebswege zu optimieren. Im letzten Geschäftsjahr sei der Umsatz um 10% auf 3,7 Mrd. EUR gestiegen (Schmuck +8%, Uhren +13%, Schreibgeräte +10%), und der Betriebsgewinn habe sich um 71% auf 505 Mio. EUR erholt, was zu einer Verbesserung der operativen Marge auf immerhin 13,6% geführt habe. Der Reingewinn habe sich um 33% auf 881 Mio. EUR ausgeweitet (Luxusgüterbereich +71%, BAT-Beteiligung +11%).

Für das laufende Geschäftsjahr rechne man mit einem Umsatzanstieg von weiteren 10% (starke Palette an neuen Produkten bei Schmuck und Uhren), was zu einem Anstieg von ca. 30% beim Betriebsgewinn führen sollte. Für den Gewinn pro Aktie prognostiziere man einen Zuwachs von "nur" rund 20%, da die BAT-Beteiligung einen Verwässerungseffekt bewirke. Der Ausblick sei aber auch für die folgenden Jahre günstig. Dafür würden eine neue Dynamik bei Cartier sprechen, vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bei den sieben spezialisierten Uhrenproduzenten sowie der Konsumtrend im Schmuckgeschäft zu einer Bevorzugung von Markenprodukten. Bei einem KGV (05) von 16,9 notiere Richemont (ohne Tabak) mit einem Abschlag von 25% zu reinen Luxusgüterproduzenten, was nicht gerechtfertigt scheine.

Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen deshalb die Aktie von Richemont neu zum Kauf.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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