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Analysen - Nebenwerte
15.08.2005
Dürr kaufen
Helaba Trust

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Erhard Schmitt, Analyst von Helaba Trust, bewertet die Dürr-Aktie (ISIN DE0005565204/ WKN 556520) mit "kaufen".

Im Quartalsabschluss per Ende Juni für das 2. Quartal 2005 würden sich Kostensenkungserfolge einerseits als auch geschäftliche Niederlagen auf der anderen Seite ausfindig machen lassen. So hätten sich Auftragseingang und Umsatz von den sehr tiefen Niveaus zu Jahresbeginn gelöst. Die Bruttoergebnismarge habe erheblich verbessert werden können. Beim EBIT habe sich ebenfalls noch der übliche positive Saisoneffekt im Vergleich zum 1. Quartal eingestellt. Mit 8,9 Mio. Euro sei es allerdings 3 Mio. Euro hinter dem Vorjahreswert zurückgeblieben.

Eine noch deutlichere Lücke gebe es beim Ergebnis vor Steuern, weil die Finanzaufwendungen infolge eines gestiegenen durchschnittlichen Zinssatzes (im vergangenen Sommer war ein High Yield-Bond emittiert worden) und einer höheren Nettoverschuldung (die Kundenanzahlungen seien erheblich geringer geworden) nach oben geschnellt seien. Dass per saldo dennoch ein Gewinn von 9,3 Mio. Euro aufgewiesen werden könne, sei dem Buchgewinn aus der Veräußerung der Tochter Premier in Höhe von 13,6 Mio. Euro zu verdanken.

In letzter Zeit habe der Vorstandsvorsitzende das 2005er Ertragsziel einkassiert, ein neues Restrukturierungsprogramm ausgerufen und wechsele 2006 in den Aufsichtsrat. Dennoch sei eine Schockwelle an der Börse ausgeblieben. Dies zeige, dass im Kurs des Papiers aktuell vor allem Risiken eingepreist seien. Jedoch lägen die Ertragschancen in weiterer Ferne als bislang vermutet. Die Neubesetzung im Vorstand sei allerdings geeignet, einen gewissen Vertrauensvorschuss zu generieren.

Die Analysten von Helaba Trust raten daher spekulativ orientierten Anlegern weiterhin zum Kauf des Dürr-Titels, wobei eine Ausstiegsmarke im Bereich von 13 Euro gesetzt werden soll.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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