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Analysen - Neuer Markt
22.03.2001
Maxdata attraktiv bewertet
Bluebull

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Einige der in Frankfurt gelisteten Unternehmen sind nun sogar nach klassischen Kriterien wie Kurs-Gewinn-Verhältnis oder Dividendenrendite äußerst günstig bewertet, eines davon ist Maxdata (WKN 658130), so die Analysten von Bluebull.

Das Unternehmen sei bereits 1987 gegründet worden, sei also kein Start-Up-Unternehmen, das viel zu früh den Börsengang gewagt habe. Vielmehr sei man zum Zeitpunkt des Going Public bereits eine erwachsene, profitable Firma gewesen. Im Kernbereich produziere und vermarkte man Personal Computer, Notebooks und Server unter der Marke Maxdata sowie Monitore unter der Markt Belinea. Vertrieben würden die Produkte ausschließlich über Wiederverkäufer. An den indirekten Vertriebskanal von Maxdata seien dabei über 4.500 Händler angeschlossen, über die Geschäftskontakt zu mehr als 300.000 mittelständischen Unternehmen bestehen würden. Insgesamt habe man im Jahr 1999 über 1,5 Mio. Monitore und über 500.000 Computer verkauft. Damit sei man im Bereich der Monitore in Deutschland mit einem Marktanteil von 14,4% mit deutlichem Abstand Marktführer. Bei den Computern liege man mit einem Anteil von 6% hinter Fujitsu-Siemens und Compaq auf Rang 3. Im Jahr 2000 habe man seinen Absatz dabei trotz eines Rückgangs des Gesamtmarktes noch steigern können. Ein besonders großes Wachstum habe man in den Bereichen Notebooks und TFT-Displays verzeichnen können.

Der Umsatz von Maxdata habe im Geschäftsjahr 2000 bei 1,85 Mrd. DM gelegen. Damit habe man die eigenen Planzahlen von 1,68 Mrd. DM deutlich schlagen können. Auch das Ergebnis habe mit 15 Mio. DM um 2 Mio. DM über den Schätzungen gelegen. Dieses Ergebnis habe allerdings mehr als einer Halbierung gegenüber dem Vorjahr entsprochen. Der Gewinn sei dabei von zwei Faktoren gemindert worden. Zum einen habe man sich aus einem Internet-Abenteuer zurückgezogen, das man erst ein Jahr zuvor eingegangen sei. Dabei habe es sich um Minderheitsbeteiligungen an zwei Software-Start-Ups gehandelt, die nicht zu den erhofften Umsätzen geführt hätten. Diese Beteiligungen seien allerdings schon im Geschäftsjahr 2000 voll abgeschrieben worden, so dass die Auswirkungen dieses strategischen Fehltritts nicht weiter nachwirken sollten. Der andere gewinnmindernde Faktor sei die Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses gewesen. Nach Angaben des Unternehmens führe eine Abschwächung des Euro um 1 Cent zu einer Gewinnsenkung von 3 Mio. DM. Da allerdings der Euro, auch in Hinblick auf die Abschwächung der amerikanischen Wirtschaft, seinen Boden gefunden haben dürfte, sollte auch dieser Faktor nicht weiter für negative Überraschungen sorgen. So rechne das Unternehmen für das Jahr 2001 auch mit einem Gewinn in Höhe von 80 Mio. DM.

An der Börse werde Maxdata derzeit mit einer Marktkapitalisierung von etwa 220 Mio. Euro bewertet. Damit liege das Kurs-Umsatz-Verhältnis bei etwa 0,25 und das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 5,4. Selbst wenn die Umsatz- und Gewinnprognosen noch nach unten korrigiert werden sollten, sei Maxdata damit deutlich günstiger bewertet als die internationale Konkurrenz. So weise Dell derzeit ein KGV von 30 auf und bei Compaq liege es bei über 50. Da Maxdata im deutschen Markt exzellent positioniert sei und beispielsweise noch vor einem prominenten Konkurrenten wie Dell liege, könne bei der aktuellen Bewertung auch eine Übernahme durch eines dieser Unternehmen nicht ausgeschlossen werden.


Zwar gebe es auch bei dieser Aktie Risiken, wie zum Beispiel die unsichere Entwicklung sowohl des PC-Marktes als auch des Euro-Dollar-Wechselkurses. Da bei beiden Faktoren allerdings ein Boden erreicht zu sein scheine, sei die aktuelle Bewertung als sehr attraktiv anzusehen. Dafür spreche im übrigen auch, dass bei einem Erreichen der Planzahlen für 2001 wohl wieder mit einer relativ hohen Dividende zu rechnen sei.



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