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Analysen - Ausland
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22.03.2001
RTL-Gruppe neutral
Morgan Stanley Dean Witter
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RTL (WKN 861149) bestätigte die bereits von Pro7 deutlich gemachte Marktschwäche. Für den deutschen Fernsehmarkt erwartet die Gruppe lediglich ein Wachstum von 2%, berichten die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter.
Auf der EBITDA-Ebene würden die Analysten die Gewinnprognose um 17% zurück. Ursache seien das Gearing (Verschuldungsgrad) und die höheren Aufwendungen für neue Medien. Die Bewertung durch die Börse sei noch bei weitem kein Grund für eine Investition. Auf der Basis der neuen Prognosen liege der Kurs nach Schätzungen der Investmentbanker von Morgan Stanley Dean Witter für 2002 bei dem 13,2-fachen des EBITDA, während der Wert für den Branchendurchschnitt 10,3 betrage.
Im Prinzip sei bei der Bekanntgabe des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2000 eine Gewinnwarnung erfolgt, da RTL darauf hingewiesen habe, dass sich der Werbemarkt insbesondere in Deutschland schwächer entwickeln würde. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter würden deshalb ihre Prognose für das Umsatzwachstum im Jahr 2001 von 7,5% auf 3,2% zurücknehmen. Gleichzeitig sei für die Programmkosten für 2001 mit einem Anstieg von etwa 5% zu rechnen. Durch das Gearing verringere sich die eigene EBITA-Schätzung für 2001 um etwa 17% von 658 Mio. € auf 546 Mio. €.
Bei Verringerungen der Erwartungen in dieser Größenordnung erscheine die Aktie gegenüber den Vergleichswerten teuer. Nach den neuen EBITDA-Schätzungen für 2002 ergebe sich für RTL noch immer ein Multiplikator von 13,2, während der Durchschnitt für den Sektor bei 10,3 liege. Die Analysten von Morgan Stanley Dean Witter würden deshalb bei ihrer Einstufung mit „neutral“ bleiben. Man glaube, dass der Kurs auf 45 € fallen könnte, ehe die Aktie als werthaltig gelten könne.
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