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08.08.2005
Update: Delphi-Aktie bricht nach Quartalsverlust und möglicher Insolvenz ein
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Einer der größten Verlierer in der heutigen Handelssitzung an der Wall Street ist die Aktie des Automobilzulieferers Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726). Zuvor hatte die ehemalige Tochter der General Motors Corp. (ISIN US3704421052/ WKN 850000) einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal hinnehmen und aufgrund deutlich rückläufiger Umsätze sogar einen Verlust ausweisen müssen. Aufgrund der unsicheren Sanierung wurde sogar eine Insolvenz nicht ausgeschlossen.

Wie der Konzern am Montag bekannt gab, lag der Nettoverlust im Berichtszeitraum bei 338 Mio. Dollar bzw. 60 Cents je Aktie, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch einen Nettogewinn von 143 Mio. Dollar bzw. 25 Cents je Aktie erzielen konnte. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverschlechterung hatten dabei Produktionskürzungen beim Automobilkonzern GM, dem Hauptabnehmer von Delphi. Der Konzernumsatz verringerte sich von 7,5 Mrd. Dollar auf 7,0 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Verlust von 51 Cents je Aktie sowie einen Erlös von 7,14 Mrd. Dollar erwartet.

Unterdessen erklärte Delphi, dass man die Gespräche und Verhandlungen mit der Gewerkschaft UAW sowie dem Automobilkonzern GM über eine Restrukturierung des Konzerns fortsetzen wird. Sollte es zu keiner einvernehmlichen Lösung kommen, müsse man dabei andere Möglichkeiten zur Sanierung des Konzerns in Betracht ziehen, erklärte Delphi weiter. In diesem Zusammenhang wurde unter anderem eine Restrukturierung im Rahmen eines Antrags auf Insolvenzschutz nach Chapter 11 in Betracht gezogen.

Die Delphi-Aktie verliert derzeit an der NYSE 14,31 Prozent auf 4,25 Dollar.


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