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Analysen - Neuemissionen
20.03.2001
Triplan nicht zeichnen
GoingPublic-Online

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Bis zum 27. März können die Aktien der Triplan AG (WKN 749930) gezeichnet werden, berichten die Analysten von „GoingPublic-Online“.

Die Papiere des Bad Sodener Unternehmens würden zwischen 6 und 7 Euro kosten. Erster Handelstag im Geregelten Markt (Smax) sei voraussichtlich der 29. März. Emittiert würden 1.981.992 Aktien, die allesamt aus einer Kapitalerhöhung stammen würden. Bei Ausübung des Greenshoes erhöhe sich das Emissionsvolumen um bis zu 300.000 weitere Aktien aus dem Besitz des Altaktionärs mb Software AG. Alleinige Konsortialbank sei die Nord/LB. Der Streubesitz werde sich nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf 35,1 % belaufen.

Triplan sei in den drei Geschäftsfeldern Engineering Services, Technologies Services und Shared Services tätig. Im Bereich Engineering Services würden von der Triplan AG technische Planungsleistungen bis zur kompletten Anlagenplanung mit dem Industriefocus auf Chemie, Pharma und Biotechnologie angeboten. Aufbauend auf diesem Dienstleistungen offeriere der zweite Geschäftsbereich Technology Services CAD (Computer Aided Design)-Softwaretools für die Fabrikplanung mit den Industrieschwerpunkten Chemie, Pharma, Biotechnologie, Automobilindustrie sowie Haus- und Gebäudetechnik. Damit lasse sich eine komplette Planung der Anlage und der Gebäudetechnik per Computer ermöglichen.

Mit dem noch im Aufbau befindenden Geschäftsbereich Shared Services stelle Triplan seinen Kunden nicht nur komplette IT-Systeme zur Verfügung, sondern biete auch die Systembetreuung von bestehenden und neuen Hardware- und Software-Strukturen an. Ab dem Jahr 2002 wolle das Unternehmen Application Service Providing (ASP) und Process Service Providing (PSP) anbieten. Die jährlichen Wachstumsraten für die nächsten Jahre in den verschiedenen Geschäftsfeldern würden nach Schätzungen unterschiedlicher Analystenhäuser bei 6 % für den Bereich Engineering Services, 15 bis 20 % für das Geschäftsfeld Technology Services und 28 % für das Segment Shared Services liegen. Der Wettbewerb sei dabei durch zahlreiche kleinere Mitbewerber geprägt, die Konkurrenzsituation sei angespannt.

Im Geschäftsfeld Shared Services sehe sich das Unternehmen allerdings als Pionier der Branche. Da hier aber gerade erst der Markteintritt vollzogen werde bzw. noch anstehe, sei der Erfolg in diesem Segment trotz geringer Konkurrenz schwer vorauszusagen. Triplan habe seine Umsatzerlöse in den beiden letzten Jahren um durchschnittlich rund 8 % steigern können. Für die Zukunft habe das Unternehmen ehrgeizigere Ziele. Für die folgenden Geschäftsjahre rechne das Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 23 % p.a. Der Umsatzanteil des Bereiches Engineering Services solle dabei von aktuell etwa 65 % auf ca. 50 % zugunsten der anderen Geschäftsbereiche reduziert werden.

Die Nettorendite solle von 5,6 % im Jahr 2001 auf 9,2 % im Jahr 2004 wachsen. Triplan sei ein bodenständiges, solides Unternehmen mit ambitionierten Zielen. Ob sich diese verwirklichen lassen würden, müsse das Unternehmen nach verhaltenen Wachstum in den letzten Jahren erst beweisen. Interessant erscheine das Dienstleistungsangebot für die Wachstumsbranche Biotechnologie. Allerdings sei die Gesamtbranche, in der Triplan tätig sei, nicht gerade Anlegers Liebling. Trotz der eigentlich recht fairen Bewertung dränge sich eine Zeichnung bei dem derzeitigen Marktumfeld nicht auf.



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