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Analysen - Ausland
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15.03.2001
Wolford untergewichten
RZB Österreich
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Nach Angabe der Analysten der österreichischen Raiffeisenzentralbank sei das Ergebnis der österreichischen Handelskette für Feinwäsche, Wolford (WKN 893975), für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2000/1 eine negative Überraschung gewesen.
Das EBIT sei von 5,92 Mio. € auf 3,88 Mio. € gefallen und die EBIT-Marge habe sich damit von 5,6% auf 3,5% verringert. Auch das Finanzergebnis sei mit minus 2,1 Mio. € im Vergleich zu minus 0,2 Mio. € sehr negativ ausgefallen, sodaß sich das Ergebnis vor Steuern um 68% auf 1,8 Mio. € verringert habe.
Im 3. Quartal sei zwar eine Umsatzsteigerung um 5% auf 41,4 Mio. € erzielt worden, diese habe aber trotzdem nur zu einem operativen Verlust von –0,26 Mio. € geführt. Verantwortlich dafür seien höhere Kosten für Material, Personal und Mieten gewesen. Wolford habe für seinen Ausbau der Verkaufsstandorte das Personal stark aufgestockt, wodurch die Personalkosten jetzt 54% der operativen Kosten ausmachten. In den Zukunftsmärkten, Osteuropa, Japan, USA und Ferner Osten, habe Wolford in den ersten 3 Quartalen einen hohes Umsatzwachstum verzeichnen können, allerdings von einem niedrigen Niveau ausgehend. Dagegen seien die Umsätze in den Kernmärkten fast gleich geblieben. Vor allem in Italien und Deutschland kam es sogar zu Umsatzrückgängen von –13% und –16%, während das Wachstum in Spanien und den Niederlanden 23% und 11% betragen habe.
Die Zahl der Wolford Boutiquen sei weltweit auf 269 angewachsen, davon seien 54 eigene Verkaufsstandorte an Topadressen. Wolford habe ein 4-jähriges Investitionsprogramm von 145 Mio. € ausgeführt, von dem sich das Unternehmen eine erfolgreiche Entwicklung und die Positionierung von Wolford als Weltwarke im Luxussegment erwarte. Der Erfolg dieses Investitionsprogrammes lasse aber noch auf sich warten. Die Analysten gehen davon aus, dass Wolford vor einer Neustrukturierung der Geschäfte in den Kernmärkten stehe, was keine deutliche Ergebnisverbesserung für 2001/2 erwarten lasse.
Die Empfehlung laute daher weiterhin „Untergewichten“.
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