Logo
Analysen - Ausland
14.03.2001
Enron kaufen
Changewave

www.optionsscheinecheck.de

Nach Ansicht von Tobin Smith, dem Chefanalysten von Changewave, einem Anlageberatungsdienst für zukunftsweisende Technologien, gehört Enron (WKN 851914) zu den 11 Innovationsfirmen, deren Aktien jeder Investor besitzen sollte, sobald sich der Aktienmarkt zu erholen beginne.

Gewinn sei das Ergebnis von Innovation, habe schon Joseph A. Schumpeter, ein bekannter Wirtschaftsforscher des frühen 20. Jahrhunderts, gesagt. Damit seien jene bahnbrechenden Neuerungen gemeint, die alle anderen dazu zwingen würden, sich umzustellen um zu überleben.

Angesichts der Energiekrise der USA und besonders Kaliforniens gebe es bestimmte Unternehmen, die besonders dazu geeignet seien, aus dieser Situation ihren Vorteil zu ziehen. Enron z.B. sei der größte Energiebroker der USA und sei auch in die Versteigerung von Telekom-Bandbreiten eingestiegen. In dem Maße, in dem der Energiemarkt weiter dereguliert werde, werde auch Enron zu den Gewinnern zählen.

Enron schaffe Märkte für Waren wie Energie, Erdgas und glasfaseroptische Bandbreiten im Internet. Der Hauptmarkt von Enron habe seit der Markteinführung vor einem Jahr ca. 380.000 Transaktionen mit einem Gesamtwert von fast 200 Milliarden $ abgewickelt und sei damit zum größten E-Commerce-Platz, gemessen am Umsatzvolumen, geworden.

Sobald Elektrizitätsgesellschaften zu wenig Strom hätten, wie das bei vielen Kraftwerken in ganz Amerika der Fall sei, müssten sie sich an andere Unternehmen wenden, die diese anbieten könnten. Genau das biete Enron an, wobei der Aufschlag, den Enron verrechne, fast zur Gänze Profit darstelle.

Zusätzlich sei Enron auch noch der größte Broker für Bandbreiten in der Telefonie, keine schlechte Ausgangsposition, betrachte man die Tatsache, dass sich die im Internet verbrauchten Bandbreiten alle 3-4 Monate verdoppelten. Dasselbe gelte damit auch für den von Enron betriebenen Handel. Kleineren Telekomfirmen biete Enron einen schnellen und einfachen Weg, keine langfristigen Leasingverträge mit den Eignern der Hauptstränge des Netzes abschließen zu müssen, die großen Telekomunternehmen wiederum würden davon profitieren, ihre Netzwerke so gut wie möglich auslasten zu können.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de