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Analysen - Ausland
14.03.2001
Corus Group akkumulieren
Commerzbank

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Die Analysten von der Commerzbank stufen die Aktien der Corus Group PLC (WKN 924913) weiterhin auf „Akkumulieren“ ein. Den fairen Wert der Aktie sehe man bei 95 GBP.

Das Unternehmen werde seinen Jahresabschluss 2000 am 15. März veröffentlichen. In seinem Communiqué vom 1. Februar habe das Unternehmen das vorläufige Ergebnis für das Kalenderjahr 2000 bekannt gegeben. Auf EBIT-Basis vor Restrukturierungskosten belaufe sich der Konzernverlust für das Geschäftsjahr insgesamt auf GBP 23 Mio. Die Performance lasse im zweiten Halbjahr im Vergleich zum ersten Halbjahr erheblich nach und wandele sich von einem Gewinn in Höhe von GBP 78 Mio. in einen Verlust von GBP 101 Mio. um.
Vor Steuern und Restrukturierungskosten belaufe sich der Verlust im Jahre 2000 auf etwa GBP 80 Mio. Nach Restrukturierungskosten belaufe sich der Verlust im Jahre 2000 auf EBIT- bzw. Vorsteuerbasis auf GBP 1,03 Mrd. bzw. GBP 1,11 Mrd. Nach Bereinigung um Steuerzahlungen bei Avesta Sheffield und Hoogovens und Sickerverluste an Minderheitsbeteiligungen belaufe sich der Nettoverlust 2000 u.E. auf etwa GBP 1,2 Mrd.

Die Performance der britischen Aktivitäten sei 2000 durch eine schädliche Mischung erheblich geringerer Volumen, schwacher Preisrealiserungen und geplanter bzw. nicht geplanter Hochöfenausfälle in Teeside beeinträchtigt worden.

Vor der Restrukturierungsankündigung am 1. Februar hätten sich die Vorsteuergewinnprognosen von den Analysten für 2001 auf GBP 257 Mio. vor außerordentlichen Kosten betragen. Angesichts des Ausmaßes der Verluste in Großbritannien, des ungünstigen Geschäftsklimas, des Kostendrucks infolge steigender Erdgaspreise und des potentiellen Störeffekts der Restrukturierung habe man die Vorsteuerprognose für das Jahr 2001 auf GBP 50 Mio. reduziert.

Der Turnaround des Konzerns werde 2001 voraussichtlich durch einen geringeren Beitrag der Bereiche Aluminium und Edelstahl infolge eines schwächeren Geschäftsklimas beeinträchtigt. Man sei jedoch bei der Commerzbank bei den niederländischen Stahlaktivitäten im Jahre 2001 von einem gleichbleibenden Gewinn und einer Verbesserung der operativen Performance ausgegangen, der das sich verschlechternde Branchenklima ausgleiche.

Corus habe angesichts des Schuldenausmaßes bei den britischen Aktivitäten und angesichts des schwierigen Geschäftsklimas wahrscheinlich keine andere Wahl, als ein radikales Restrukturierungsprogramm durchzuführen. Die früheren Behauptungen einer Reihe von Kommentatoren hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit des Geschäfts würden mittlerweile weit verfehlt erscheinen.

Dennoch begebe sich das Unternehmen in eine Turnaround-Phase, und die Aktie dürfe hierdurch kurzfristig gestützt werden, solange sich die Weltwirtschaft sich nicht verschlechtere.



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