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Analysen - Ausland
22.07.2005
Verbund weiterhin ein Kauf
Erste Bank

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Für den Analysten Christoph Schultes von der Erste Bank ist die Verbund-Aktie (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) weiterhin ein Kauf.

Die Ergebnisse des größten österreichischen Elektrizitätsunternehmens für das erste Halbjahr 2005 seien durchwegs positiv ausgefallen. Der Umsatz, bei dessen Berechnung Anpassungen an internationale Rechnungslegungsvorschriften vorgenommen worden seien (Standard-Forwardkontrakte würden nun saldiert dargestellt), habe um 13% gesteigert werden können. Das operative Ergebnis sei auf Grund des wirtschaftlich exzellenten Umfeldes und trotz negativer Einmaleffekte in Höhe von EUR 44 Mio. um 30% auf EUR 249 Mio. gestiegen, die Erhöhung des Gewinns nach Steuern um 28% auf EUR 205 Mio. sei die Folge gewesen. Der Verbund habe einmal mehr von seiner hervorragenden Positionierung als führender Wasserkrafterzeuger mit konstant niedrigen Produktionskosten einerseits und ständig steigenden Großhandelsstrompreisen andererseits profitieren können.

Da in (Mittel-)Europa die Stromerzeugung weitgehend von thermischen Kapazitäten abhängig sei und sich dadurch steigende Preise primärer Energieträger (Öl, Gas, Kohle) unmittelbar auf den Strompreis niederschlagen würden, sei langfristig mit hohen Strompreisen zu rechnen. Sinkende Reservekapazitäten und die aktuell gehandelten CO2-Emissionszertifikate könnten sogar zu einem weiteren Anstieg der Strompreise führen, kurzfristige Ereignisse (wie z.B. die extreme Trockenheit in Spanien) würden den Preisdruck zusätzlich verschärfen. Der Verbund liege mit einem (Wasserkraft) Erzeugungskoeffizienten von 99% in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gering unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Annahmen der Analysten hätten sich durch die Halbjahresergebnisse des Verbunds weitestgehend bestätigt.

Vor diesem Hintergrund bleiben die Analysten der Erste Bank bei ihrer Kaufempfehlung für die Verbund-Aktie. Das Kursziel sehe man bei 250 EUR.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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