|
Analysen - Neuer Markt
|
14.02.2001
Splendid Medien halten
Sal. Oppenheim
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Die Analysten von Sal. Oppenheim stufen die Aktien der Splendid Medien AG (WKN 727950) von „Kaufen“ auf „Halten“ herunter.
Das herausragendste Ereignis der letzten drei Monate sei die überraschende Mitteilung gewesen, dass Splendid die Kaufoption für weitere 2% der Anteile an der nordamerikanischen Produktionsfirma IEG nicht ausüben werde. Splendid halte bereits 4% der Anteile und hätte den Hollywoodproduzenten nach Ausübung der Option vollständig konsolidiert. Begründet werde die Entscheidung mit dem Reputationsverlust der am Neuen Markt notierten Medienunternehmen, aus dem für die IEG – im Falle eines Mehrheitsbesitzes – Wettbewerbsnachteile bei der Anbahnung neuer Filmprojekte entstehen würden.
Bei Sal. Oppenheim könne man diese Argumentation zum Teil nachvollziehen, gehe jedoch – aus Perspektive der Investoren – davon aus, dass eventuelle Wettbewerbsnachteile für die IEG durch die Vorteile einer Vollkonsolidierung mehr als kompensiert worden wären. Ein Mehrheitsanteil an der IEG hätte ein klares Alleinstellungsmerkmal im Konkurrenzvergleich bedeute und Splendid höhere Gewinnmargen und ein stärkeres Bilanzbild ausweisen lassen. Sowohl das Timing und als auch die plötzliche Abkehr von der stets kommunizierten Absicht zur Ausübung der Kaufoption könnten auf einen Interessenskonflikt zwischen dem Splendid- und IEG-Management hindeuten. Solle dies tatsächlich der Fall sein, dann könne sich die strategische Position von Splendid erheblich verschlechtern, da durch IEG ein Großteil des Unternehmenswertes generiert werde.
Splendid verfüge weiterhin über eine Pipeline von hochwertigen Spielfilmproduktionen, woraus die Analysten ein hohes Umsatz- und Ergebniswachstum erwarten würden. Auch die angekündigte Vertriebskooperation für Kinofilme in Deutschland (20th Century Fox) und die Gründung einer gemeinsamen Vertriebgesellschaft für Videos/DVDs mit Warner Music werte man als positiv.
|