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Analysen - Neuemissionen
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05.03.2001
Triplan Zeichnungsgewinne
Börsenreport
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Triplan (WKN 749930), im Jahre 1967 gegründet, zählte mit zu den Pionieren, die das maßstäbliche Industriemodell als Planungshilfsmittel eingesetzt haben, so die Analysten von „Börsenreport“.
Die Gesellschaft sehe sich mit Shared Services als ersten Anbieter im Bereich der intelligenten Informationslogistik bezüglich Fabrikplanung und Fabrikbetrieb über das Internet. In naher Zukunft solle das Angebot mit einer Kombination aus Outsourcing, ASP (Application Service Providing), PSP (Process Service Providing) und Lifecycle-Data-Management ausgeweitet werden.
Die Gesellschaft habe sich auf Planungen für das Engineering in Chemie, Pharmazie und Biotechnologie sowie für die industrielle und kommunale Gebäudetechnik spezialisiert. Der Service umfasse neben einem fundierten Software-Know-how Engineering-Dienstleistungen, Technologie-Betreuungen und Schulungen. Bereits fünf Jahre nach der Gründung seien über 400 Mitarbeiter beschäftigt worden. Ein kundennahes Netz von Niederlassungen sowie vertikal organisierte Competence Centres würden die Bildung kundenspezifischer Projektteams zulassen. Mittlerweile sei Triplan auch in der Schweiz, Österreich, Tschechien und Italien präsent.
Kernprodukt sei TRICAD, ein CAD/CAE-System, dessen Funktionalitäten den Arbeitsablauf des Planungsingenieurs während der gesamten Projektabwicklung, vom ersten Entwurf bis zur Abschlussdokumentation unterstützen würden. Der Einsatz des Systems ermögliche es, die Planungsqualität zu steigern und Kosten zu senken.
Die angebotenen Schulungen würden in den regionalen Niederlassungen von TRIPLAN oder im Haus des Kunden stattfinden. Die Hilfe reiche von der Problemanalyse bis zur Abwicklung kompletter CAD-Projekte. Im Jahre 1993 sei es erstmals gelungen, einen Engineeringauftrag aus einem europäischen Billigstlohnland (gegen lokalen Wettbewerb) zu holen.
Triplan sei optimistisch, auch künftig sein Konzept, in enger Kooperation mit technischen Hochschulen im In- und Ausland und den Kunden sein Erfahrungspotenzial auszubauen und so die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Als Alleinstellungsmerkmal führe Triplan sein Leistungsspektrum, bestehend aus effizienten Engineering-Dienstleistungen, branchenspezifischen Software-Lösungen (CAD/CAE und Lifecycle-Data-Management) und umfassenden Shared Services an. Die Kombination ermögliche Kunden so die Nutzung von erheblichen Synergieeffekten. Die Mittel aus dem Börsengang sollten dazu beitragen, den Eintritt in neue Märkte (Regionen und Branchen) zu ermöglichen und so das weitere Wachstum zu beschleunigen. Neben der Internationalisierung sei eine Neu- und Weiterentwicklung des Produkt- und Leistungsspektrums geplant.
Rund 70% der Emission sollten an institutionelle Anleger gehen und ca. 30% an private Investoren. Die Emission stamme aus einer Kapitalerhöhung, der Greenshoe werde von Finanzinvestoren bereitgestellt. Die Altgesellschafter (Management, Finanzinvestoren und Aufsichtsrat) hätten sich einer Lock-Up-Frist von 18 Monaten unterworfen.
Kleinere Zeichnungsgewinne könnten sich in einem positiven Börsenumfeld ergeben, meinen die Experten. Langfristig hänge auch dieser Titel von einer guten Unternehmensentwicklung, die durch entsprechende Zahlen belegt werden könne, ab.
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