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Analysen - Ausland
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02.03.2001
CV Therapeutics beobachten
Bluebull
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Das US-Biotechunternehmen CV Therapeutics (WKN 912268), mit Sitz in Palo Alto, ist auf neuartige Medikamente im Bereich der Herzerkrankungen spezialisiert, berichten die Analysten von Bluebull.
Derzeit würden sich vier Präparate in klinischen Tests befinden, wobei man mit „Ranolazine“ am weitesten fortgeschritten sei. „Ranolazine“ solle gegen Angina angewendet werden und unterlaufe derzeit eine zweite Untersuchung in Phase III Studien. Gegen Angina, wovon allein in den USA 7,2 Millionen Menschen betroffen seien, würden derzeit noch Beta Blocker, Calcium-Kanal-Blocker und Nitrate eingesetzt werden, die allerdings mit starken Nebenwirkungen besonders auf die Herzfunktion verbunden seien. Derartige Nebenwirkungen zeige „Ranolazine“ nicht. Nach erfolgreich abgeschlossenen Tests in Phase I und II seien auch die ersten Ergebnisse in der dritten Testphase sehr vielversprechend. Das Präparat sei bereits an 2.100 Personen in den USA und Europa getestet worden.
Im Januar habe das Unternehmen jedoch verkünden müssen, dass man weitere Studien durchführen müsse und dass man dadurch in der Medikamentenentwicklung um ein halbes Jahr zurück geworfen werde. Es seien Zweifel an der Wirkung von „Ranolazine“ aufgekommen. Diese Ankündigung habe einen Kurseinbruch von 44% an einem einzigen Tag zur Folge gehabt. Bis dahin sei der Wert einer der Favoriten vieler Fonds gewesen, da das Marktpotenzial für „Ranolazine“ auf bis zu 1 Milliarde US-Dollar geschätzt werde. Durch diese Meldung sei das Vertrauen in den Wert erschüttert worden und viele Fonds dürften Bestände abgebaut haben. Es bleibe nun abzuwarten, ob CV Therapeutics dennoch eine Marktzulassung durch die FDA erhalte.
Das Präparat „CVT-510“, das sich in Phase II Studien befinde, ziele auf den Bereich der Herzerkrankungen ab. Für dieses Anwendungsfeld habe man mit „CVT-124“ noch ein weiteres aussichtsreiches Medikament in der Pipeline. Um weitere Erkenntnisse auf diesem Gebiet zu gewinnen, sei mit Incyte eine weitreichende Kooperation abgeschlossen worden. Das Ziel sei die Entdeckung von Genen, die im Zusammenhang mit Herzerkrankungen stehen würden. Die Zahlen seien bisher kaum aussagekräftig. Im letzten Geschäftsjahr sei bei einem Umsatz von 3,3 Millionen US-Dollar ein Verlust in Höhe von 38,6 Millionen US-Dollar ausgewiesen worden.
Die US-Analysten seien für CV Therapeutics sehr positiv gestimmt. Mit einer Marktkapitalisierung von 760 Millionen US-Dollar erscheine das Unternehmen, in Anbetracht des Marktpotenzials von „Ranolazine“, recht günstig. Doch aufgrund der Unsicherheit, ob das Präparat überhaupt zugelassen werde, würden die Analysten von Bluebull zur Vorsicht raten. Vorerst erscheine es sinnvoll, das Unternehmen lediglich weiter zu beobachten. Erhalte „Ranolazine“ durch die FDA die Zulassung, dann könne man einen Kauf der Aktie in Erwägung ziehen. Werde „Ranolazine“ nicht zugelassen drohe ein weiterer Kurssturz. Zuletzt habe die Aktie bei 39,50 US-Dollar respektive 42,50 Euro notiert.
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