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Analysen - Ausland
22.02.2001
Lloyds Marktperformer
Deutsche Bank

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Nach Bekanntgabe der endgültigen Ergebnisse der britischen Lloyds TSB Group (WKN 871784) haben die Analysten ihre Gewinnschätzungen für die Jahre 2001 und 2002 um 5% auf 51,9 p und um 13 % auf 51,3 p zurückgenommen, bleiben aber bei ihrer Empfehlung „Marktperformer“.

Die veröffentlichten Ergebnisse hätten gezeigt, warum der Erwerb von Abbey National für die Gruppe unbedingt notwendig sei. Das organische Wachstum der Gruppe sei nämlich mittlerweile zum Stillstand gekommen. So sei der Gewinn im 1. Halbjahr des Jahres 2000 noch um 8% gewachsen, während er im 2. Halbjahr gleich geblieben sei. Dies stehe im starken Kontrast zu den Ergebnissen der schärfsten Konkurrenten Barclays und RboS, die ein Wachstum von 23% bzw. 30% (Prognose) zu verzeichnen gehabt hätten.

Das betriebliche Ergebniswachstum werde wahrscheinlich auch im Jahr 2000 schwach ausfallen (Prognose: Nullwachstum), da es nach wie vor einen Druck auf die Prämien bestehender Verträge gebe und notwendige Investitionen die Kosten nach oben trieben. Ein Hinweis auf die noch bevorstehenden Probleme sei die Trennung des Hypothekengeschäftes gewesen, wodurch zwar der Marktanteil von Lloyds stark von 7,4% 1999 auf 11,4% gestiegen, der Gewinn aber sogar von 868 Millionen auf 865 Millionen Pfund zurückgegangen sei.

In dem Maße, in dem der zunehmende Wettbewerb die Margen in allen Sparten beschneiden werde, sei eine ähnliche Entwicklung auch in diesen Sparten zu erwarten. Ohne eine überzeugende Strategie, wie man dieser Problematik begegnen wolle, sei aber mit einem weiteren Rückgang der Gewinne zu rechnen. Aus diesem Grund sei zwar eine Einschätzung von Lloyds als Marktperformer derzeit noch zu rechtfertigen, es gebe aber das Risiko einer weiteren Verschlechterung.


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