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Analysen - Ausland
19.02.2001
Applied Biosystems kaufen
Changewave

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Die Analysten von Changewave, einem auf zukunftsweisende Technologien spezialisierten Investmentberater, sprechen vom kommenden „Genomic Goldrausch“. Genomic ist dabei Ausdruck für jenen Teil der pharmazeutischen Industrie, der auf der Erforschung der Gene aufbaut. Dabei verlaufe die wirtschaftliche Entwicklung in 3 Wellen: Die erste Welle, die Entzifferung der menschlichen Gene, sei bereits abgeschlossen, die zweite befasse sich mit der Entwicklung von Medikamenten, die auf genetischem Weg Krankheiten bekämpften. Dazu gehörten z. B. bereits verschiedene Kombinantionspräparate zur Bekämpfung des HIV Virus. Die Entwicklung solche Präparate sei sehr schwierig und erfordere in der Regel 10-12 Jahre. Allerdings sei hier noch mit vielen Neuentwicklungen zu rechnen.

Bei Changewave konzentriere man sich dagegen hauptsächlich auf Unternehmen, die sich der dritten Welle verschrieben hätten, nämlich der Erforschung der genetischen Ursachen für verschieden Krankheiten und der daraus resultierenden Entwicklung entsprechender Medikamente. Im Jahr 2010 werde der gesamte pharmazeutische Markt ein Volumen von 680 Milliarden $ aufweisen, wobei der Genomic-Markt von derzeit 1 Milliarde $ auf geschätzte 10,6 Milliarden $ ansteigen werde. Dabei sollten sich die von Changewave empfohlenen Unternehmen zu den wesentlichsten Mitbewerbern entwickeln, die auch einen entsprechend großen Marktanteil erobern würden.

Eines dieser Unternehmen sei Applied Biosystems (WKN 920970), früher PE Corporation. Applied Biosystems (ABI) erzeuge sozusagen die Pickel und Schaufeln für die Goldsuche der anderen Genomic Firmen. Diese ermöglichten es, im industriellen Umfang Untersuchungen anzustellen, nicht nur Fall für Fall. ABI sei zwar am besten für seine superschnellen Sequenzuntersuchungsgeräte bekannt, decke aber die gesamte Palette der Biotech Forschung ab, inklusive Genchips, Pharmakogenomic, Genwirkungsanalyse und Bioinformatik. Um genomische Untersuchungen anstellen oder entsprechende Medikamente entwickeln zu können, müsse ein Unternehmen über die für diese Forschungen benötigten Instrumente verfügen, deren eigene Entwicklung zu zeitaufwendig wäre. Aus diesem Grund zählten auch große Unternehmen wie Pfizer und Novartis zu den Kunden von ABI.

ABI verfüge auch über eine bereits 2 Jahrzehnte dauernde Erfahrung bei der Entwicklung von Instrumenten auf dem Gebiet der Proteinforschung. Dieses Gebiet sei gerade erst dabei zu explodieren, besonders seit das menschliche Genom komplett aufgezeichnet sei. So werde der Markt der Proteinerforschung lauf Dr. Stefan Unger von Frost & Sullivan in rasendem Tempo auf ca. 5,8 Milliarden $ im Jahr 2004 anwachsen. Dabei werde ABI zu den Gewinnern dieses Marktes gehören, da es nicht viele Unternehmen gebe, die Proteinforschung ohne die patentierten Geräte von ABI durchführen könnten. Dabei beschäftige sich das von ABI neu gegründete Protein Forschungszentrum damit, automatisierte Systeme mit hoher Leistung zur Identifizierung und Charakterisierung von Proteinen zu entwickeln.

Was aber noch bemerkenswerter sei, ist, dass ABI bereits mit Gewinn arbeite. So seien die Gewinne des zweiten Geschäftsquartals bei steigenden Umsätzen um 32% auf 58 Mio.$ oder 0,26 $/Aktie gestiegen. Die Analysten von Changewave.com empfehlen die Aktien von ABI daher beim derzeitigen Kursniveau zum Kauf.



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