|
News - Nebenwerte
|
18.02.1999
Bankgesellschaft Berlin Jahresbericht
Ad hoc
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Im Geschäftsjahr 1998 konnte der Konzern Bankgesellschaft Berlin AG (DE0008023227) mit einem operativen Ergebnis von 2,6 Mrd. DM nach 1,7 Mrd. DM im Vorjahr das beste Ergebnis seit seiner Gründung 1994 erwirtschaften. Neben den um ca. 6% gestiegenen laufenden Erträgen (Zins- und Provisionsüberschuß) des Privatkunden-, Firmenkunden- und Immobiliengeschäfts war der Ergebnisbeitrag aus den Kapitalmarktgeschäften herausragend. So wird das Eigenhandelsergebnis mit 1,1 Mrd. nach 136 Mio. DM in 1997 ausgewiesen. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen konnte trotz der hohen Ausgaben für die Umstellung auf den Euro und die Umsetzung der 6. KWG-Novelle durch drastische Einsparungsmaßnahmen auf rd. 8 % im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren gebremst werden.
Nach Beendigung der Verhandlungen mit der NORD/LB über die Bildung eines einheitlichen Bankkonzerns wurde die Neuausrichtung der Bankgesellschaft Berlin AG im Herbst 1998 zügig in Angriff genommen. Die in diesem Zusammenhang per 1.1.1999 beschlossene Fusion der Berliner Bank AG auf die Muttergesellschaft machte weitere erhebliche Risiken im Kreditgeschäft sowie Schwächen in der Kostenstruktur sichtbar. Daraus resultierten ein Risikoaufwand von ca. 900 Mio. DM sowie Restrukturierungskosten von ca. 100 Mio. DM allein für die Berliner Bank. Insgesamt wird der Risikoaufwand im Kreditgeschäft des Konzerns für 1998 ca. 1,8 Mrd. DM netto betragen (Vorjahr 0,7 Mrd. DM).
Das um mehr als 50% gestiegene operative Ergebnis im Konzern wird dazu verwendet werden, die Risiken des Kreditgeschäftes abzudecken und darüber hinaus für die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen vorzusorgen. Der Vorstand wird deshalb keine Dividendenausschüttung für 1998 vorschlagen. Die im Herbst 1998 beschlossene Neuausrichtung des Konzerns sowie die damit verbundenen einschneidenden Kostensenkungsmaßnahmen werden konsequent umgesetzt. Dies beinhaltet:
Konzentration des breiten Privat- und Firmenkundengeschäfts auf die Region Berlin/Brandenburg.
Konzentration des überregionalen und internationalen Firmenkundengeschäfts auf Großkunden.
Konzentration des kommerziellen Auslandsgeschäfts auf Mittel- und Osteuropa sowie die Region Nahost; Beschränkung der Aktivitäten in Asien und Lateinamerika.
Ausweitung der Immobilienaktivitäten im Bundesgebiet und ausgewählten europäischen Ländern.
Konzentration der Kapitalmarktaktivitäten auf die bestehenden erfolgreichen Strukturen.
Aufgabe aller Randaktivitäten. Schaffung einheitlicher Stabs- und Steuerungsstrukturen für den Gesamtkonzern.
Vereinheitlichung der EDV-Projekte auf die Effizienz- und Qualitätsverbesserung der Kernaktivitäten.
Abschluß der seit 1997 im Aufbau befindlichen Konzentration des Risikomanagements in 1999.
Die ersten Auswirkungen dieser Maßnahmen haben sich bereits in 1998 niedergeschlagen. Für 1999 ist eine deutliche Ergebnisverbesserung im Konzern zu erwarten.
Vorläufige Eckwerte zum Konzernjahresabschluß 1998:
1998 1997 Betriebsergebnis vor Risikovorsorge 2,6 1,7 Mrd. DM Betriebsergebnis 1,4 0,7 Mrd. DM Gewinn vor Steuern 0,4 0,6 Mrd. DM
|