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Analysen - Neuer Markt
08.02.2001
Bertrandt halten
LB Baden-Württemberg

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Bei Bertrandt (WKN 523280) setzte sich der positive Ergebnistrend, der sich gegen Ende des letzten Geschäftsjahres 1999/00 (30.09.) angedeutet hatte, im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres fort, berichten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

So habe die Bertrandt AG in den ersten drei Monaten bei einem Umsatz von 50 Mio. € ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,5 Mio. € erzielt. Darin enthalten seien Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. €, die im Zusammenhang mit dem Umzug in das neue Technikum in Ehingen stehen würden. Nach wie vor problematisch gestalte sich allerdings die Geschäftsentwicklung in Frankreich, so dass die Auslandsaktivitäten einen negativen Beitrag zum Quartalsergebnis geliefert hätten.

Mit dem Quartalsergebnis sehe sich das Management der Bertrandt AG hinsichtlich seiner Jahresprognose, die von einem Umsatz in Höhe von 210 Mio. € und einem EBIT von 10,5 Mio. € ausgegangen sei, im Plan. Die Wachstumsprognosen hätten sich dabei insbesondere auf eine weitere Internationalisierung sowie die Erweiterung des Leistungsspektrums in den Bereichen CAx-Technologien und Elektrik/ Elektronik gestützt. Im Mittelpunkt solle in diesem Jahr jedoch die Stabilisierung der Ertragssituation über eine bessere Kapazitätsauslastung stehen. Die Meldungen über eine strategische Partnerschaft mit Porsche seien bislang noch nicht näher konkretisiert worden. Von einer intensiveren Zusammenarbeit würde Bertrandt aufgrund des Entwicklungs-Know-hows und des hervorragenden Brandings von Porsche profitieren.

Darüber hinaus wäre eine stabilere Auftragsentwicklung möglich. Eine Mehrheitsbeteiligung von Porsche erscheine zum momentanten Zeitpunkt eher unwahrscheinlich. Die Spekulationen über die strategische Zusammenarbeit mit Porsche hätten der Bertrandt-Aktie zu einem starken Anstieg verholfen. Hinsichtlich der gegenwärtigen fundamentalen Daten sei die Aktie bei einem KGV von 25,7 auf Basis des erwarteten Gewinns 2002 im Branchenvergleich hoch bewertet. Der erwartete Großauftrag von Porsche sowie eine Konkretisierung der zukünftigen Zusammenarbeit würden die Ertragsaussichten verbessern. Solange die Verhandlungen darüber noch im Gange und keine Einzelheiten bekannt seien, werde die Aktie als Halteposition eingestuft.


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