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13.06.2005
HVB und UniCredito: Umfangreiche Stellenstreichungen geplant
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Die aus dem Zusammenschluss der italienischen UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) und der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) entstehende Großbank plant Presseangaben zufolge den Abbau zahlreicher Arbeitsplätze.
Wie das "Handelsblatt" am Montag unter Berufung auf Unterlagen der Bankgesellschaft im Rahmen einer Analystenpräsentation berichtet, sollen nach Abschluss der Fusion insgesamt 7 Prozent der 126.000 Beschäftigten entlassen werden. Laut dem Bericht, sollen dabei allein in Deutschland 2.000 Stellen gestrichen werden. Alessandro Profumo, der das Amt des Vorstandsvorsitzenden innerhalb des Bankkonzerns bekleiden wird, hatte das Ausmaß des Stellenabbaus zuvor gegenüber einer italienischen Tageszeitung bestätigt. Dabei hatte er betont, dass die insgesamt rund 9.000 Stellen nicht über Nacht, sondern über einen gewissen Zeitraum verteilt wegfallen sollen. Von dem Stellenabbau entfallen auf Deutschland wie auch auf Österreich jeweils 7 Prozent und auf Osteuropa 9 Prozent, während in Italien laut dem Bericht 2 Prozent der Stellen wegfallen sollen. Das Personal der internationalen Geschäftseinheiten soll um 33 Prozent reduziert werden.
Am Sonntag hatten beide Aufsichtsratsgremien dem 15 Mrd. Euro schweren Deal zugestimmt und damit den Weg zur Gründung einer der zehn größten europäischen Banken freigemacht. Im Rahmen der Übernahme bietet die UniCredito dabei fünf eigene Aktien für einen Anteilsschein der HVB. Um die Transaktion über die Bühne zu bringen, müssen ihr mindestens 65 Prozent der HVB-Aktionäre zustimmen.
Im Rahmen der Zusammenführung sollen ab dem Jahr 2008 Synergien im Gesamtwert von 1 Mrd. Euro realisiert werden, hieß es weiter. Dies soll dabei unter anderem durch den Verlauf von Tochterbanken erfolgen. Die Restrukturierungskosten werden den Angaben zufolge bei rund 1,35 Mrd. Euro liegen, wobei diese noch im laufenden Geschäftsjahr 2005 voll verbucht werden sollen.
Wie die Zeitung weiter berichtet, dürfte die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG der Hauptprofiteur der Transaktion sein: Der weltgrößte Rückversicherer hält derzeit 18 Prozent der Anteile der HypoVereinsbank und wird demnach künftig mit 7 Prozent an der neuen Bankgesellschaft beteiligt sein. Dabei wird allgemein von einem erheblichen Buchgewinn aus der Übernahme der HVB für die Münchener Rück ausgegangen, hieß es weiter.
Die Aktie der HypoVereinsbank notiert aktuell mit einem Plus von 3,10 Prozent bei 20,64 Euro, während die Anteilsscheine der UniCredito derzeit in Mailand mit einem Aufschlag von 3,30 Prozent bei 4,23 Euro notieren.
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