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News - DAX 100
10.06.2005
UniCredito plant keinen Baranteil für HVB-Übernahmeofferte
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Die UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832)
will Presseangaben zufolge die Übernahme der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) bis Oktober dieses Jahres abschließen.


Nach Informationen der "Börsen-Zeitung" (Freitagausgabe) sollen die Aktionäre des italienischen Kreditinstituts noch im Juli auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die geplante Übernahme abstimmen, sollten sich beide Banken, wie geplant, am Sonntag auf eine Übernahme der HypoVereinsbank durch die UniCredito Italiano einigen.


Im Rahmen der Übernahmeofferte an die Aktionäre der HypoVereinsbank ist laut dem Bericht ein reines Aktientauschangebot geplant, wobei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Barkomponente verzichtet wird. Wie die Zeitung unter Berufung auf Finanzmarktexperten weiter berichtet, dürfte der Streubesitzanteil nach Abschluss der Übernahmeofferte bei rund 20 bis 40 Prozent liegen und damit weit unterhalb dem für einen Squeeze-Out nötigen Anteil von 95 Prozent.


Den Angaben zufolge soll der HVB-Group im Rahmen der Einigung ein fünfjähriger Bestandsschutz garantiert worden sein, wobei Kerngeschäftsbereiche wie beispielsweise das Privatkundengeschäft nicht ohne die Zustimmung der deutschen Mitglieder im kontrollierenden Board der neuen Gesellschaft veräußert werden können. Eine Garantie für Arbeitsplätze oder ein Bestandsschutz für Filialen gibt es hingegen nicht, hieß es weiter.


Im Mangament-Committee der neu formierten Gesellschaft werden fünf Italiener und vier deutsche und österreichische Mitglieder über die operative Entwicklung des Bankkonzerns entscheiden. Für den Vorsitz im kontrollierenden Board wird HVB-Chef Dieter Rampl den Vorsitz übernehmen. Die Positionen für Risikomanagement, Osteuropa, Investment Banking/Großkunden sowie kleinere/mittlere Firmenkunden stellt die HVB. Unicredito soll für Finanzen, Integration, Retail und Asset Management/Private Banking zuständig sein. Unicredito-Chef Alessandro Profumo wird in dem Committee die Führung im Sinne eines Vorstandsvorsitzenden einnehmen, hieß es weiter.


Die Osteuropa-Aktivitäten werden künftig von Wien aus geleitet, wobei noch nicht geklärt ist, ob UniCredito ihre eigenen Aktivitäten in die der Bank Austria Creditanstalt einbringen wird, berichtet die Zeitung weiter.


Die Aktie der HypoVereinsbank notiert aktuell unverändert bei 20,19 Euro, während die Aktie der UniCredito in Mailand derzeit 0,31 Prozent auf 4,15 Euro abgibt.


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