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Analysen - Ausland
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06.02.2001
Julius Baer akkumulieren
Hornblower Fischer
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Die Schweizer Privatbank Julius Baer (WKN 865625) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den konsolidierten Reingewinn um 63% auf 433 Mio. CHF gesteigert und lag damit am oberen Ende der Konsensusschätzungen, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.
Im zweiten Halbjahr habe das Ergebnis um 45% auf 112 Mio. CHF gesteigert werden können. Zudem beabsichtige Julius Baer, die Dividende um 64% auf 120 CHF pro Inhaberaktie und 24 CHF pro Namensaktie zu erhöhen. Nähere Details würden am 6. März bekannt gegeben. Während der Ergebnisanstieg eine positive Resonanz bei den Investoren hervorrufen sollte, hinterlasse der marginale Anstieg des betreuten Kundenvermögens um 11% auf 142 Mrd. CHF doch einen faden Beigeschmack. Ähnlich wie beim Konkurrenten Vontobel (das AUM kletterte 2000 um 8%) dürfte die widrigen Bedingungen an den Aktienmärkten für diese schwache Performance verantwortlich sein. Dennoch hätte die Bank gut daran getan, zu kommentieren, warum der Neumittelzufluss so gering ausgefallen sei.
Als positiv bewerten würden die Analysten von Hornblower Fischer dagegen den Schritt, den Nennwert der Inhaberaktien von bisher 50 CHF auf 5 CHF herab zu setzen. Zugleich sollten die Aktien im Verhältnis 1:10 gesplittet werden, so dass sich der Nennwert der Inhaberaktien auf 0,50 CHF und derjenige der Namensaktien auf 0,10 CHF reduziert. Wenngleich diese Zahlen einen gemischten Eindruck hinterlassen würden, würden die Analysten weiterhin eine rege Nachfrage nach Aktien der Privatbank erwarten. Zumal sich durch den Aktiensplitt die Liquidität des Papiers erhöhe und somit für internationale Portfoliomanager attraktiver werde.
In Anbetracht der Tatsache, dass institutionelle Anleger nach wie vor zu Gesellschaften mit defensiven Ertragsströmen tendieren, würden die Analysten von Hornblower Fischer raten die Aktie auf dem leicht ermäßigten Niveau zu akkumulieren.
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