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Analysen - TecDAX
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26.11.2004
REpower Systems Underperformer
Stadtsparkasse Köln
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Aktie von REpower Systems (ISIN DE0006177033/ WKN 617703) unverändert mit "Underperformer".
REpower unterscheide sich von seinen deutschen Branchenwettbewerbern dadurch, dass sowohl Anlagenherstellung als auch Projektierung (Planung und Realisierung der Windparks) in einem Unternehmen integriert seien. Innerhalb der Wertschöpfungskette der Windindustrie konzentriere sich REpower damit auf die strategisch bedeutenden und margenstarken Bereiche.
Das Augenmerk der Geschäftstätigkeit liege auf der Herstellung der Windkraftanlagen. In diesem Bereich liege der Marktanteil in Deutschland bei 8,7%. Damit zähle REpower zu den marktführenden Unternehmen im Heimatmarkt. Das Projektierungsgeschäft diene als Ergänzung zum Kerngeschäft und werde als interner Absatzkanal genutzt. Durch dieses Geschäftsmodell erhöhe REpower die eigene Planungssicherheit.
Die technische Entwicklung der Windkraftanlagen sei bei REpower selbst angesiedelt. Die notwendigen Komponenten (z.B. Türme, Rotoren, Generatoren und Getriebe) würden - teilweise unter Nutzung des REpower-Know-hows und -Designs - fremdbezogen.
Im Rahmen der internationalen Expansion sei REpower über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie JointVentures rund um den Globus (u.a. Frankreich, Spanien, Kanada, Japan, China, Australien) präsent.
Im 3. Quartal des Geschäftsjahres habe REpower bei einem leichten Umsatzanstieg einen operativen Gewinn verbucht. In den Monaten Juli bis September sei das Betriebsergebnis auf 0,9 Millionen Euro nach einem Minus von einer Million Euro im Vorjahresquartal gestiegen. Der Umsatz sei auf 64,4 Millionen Euro nach 39,9 Millionen Euro gestiegen. Für 2004 erwarte REpower aber, dass es nicht gelingen werde, wie geplant 190 Anlagen zu installieren. Den deutlichen Rückgang im deutschen Markt habe die erfreuliche Entwicklung im internationalen Geschäft nicht ausgleichen können, habe es zur Begründung geheißen. Es sei aber weiterhin möglich, bei Umsatz und Ertrag 2004 ein moderates Wachstum zu erzielen.
Für den deutschen Windenergie-Markt sei im Onshore-Bereich (Anlagen auf Land) in den kommenden Jahren aufgrund mangelnder Verfügbarkeit geeigneter Stellflächen von einer nachlassenden Wachstumsdynamik auszugehen.
REpower plane die Erschließung der Geschäftsfelder Offshore (Windanlagen auf See) und Repowering (Neuausstattung von Windanlagen mit leistungsstärkeren Generatoren). Gerade der Offshore-Bereich gelte als Markt mit gutem Potenzial, allerdings würden Planungsunsicherheiten und Kapitalintensität damit einhergehen.
In China habe REpower einen Lizenzvertrag mit dem Dampfturbinenhersteller Dongfang Steam Turbine Works (DFSTW) geschlossen. DFSTW gehöre zu den größten Herstellern von Dampfturbinen in China und werde die Windanlagen von REpower produzieren und in China vertreiben. Über finanzielle Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart worden, habe ein REpower-Sprecher gesagt, habe aber hinzugefügt, dass sie eine Zahlung im unteren einstelligen Millionenbereich bekommen würden, die sich aber erst ab 2005 in den Büchern niederschlagen werde.
Innerhalb des Erneuerbare Energien-Sektors sei REpower Systems zwar gut positioniert, allerdings könne sich das Unternehmen dem schwierigen Branchenumfeld nicht entziehen. Positiv würden die Analysten vor allem die Stärkung des Auslandsgeschäfts sehen.
Da die formulierten Ziele nach Ansichten der Analysten der Stadtsparkasse Köln durchaus ambitioniert sind behalten sie ihre "Underperformer"-Einschätzung vorerst bei.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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