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Analysen - Nebenwerte
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29.01.2001
Schuler akkumulieren
Sal. Oppenheim
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www.optionsscheinecheck.de
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Nach Angaben der Analysten von Sal. Oppenheim wird es bei Schuler (WKN 721063) eine Verlangsamung des Wachstums geben.
Der Automobilzulieferer Schuler habe das letzte Jahr erfolgreich abgeschlossen. Der Umsatz sei um 18,9% auf 694,2 Millionen Euro gestiegen, was um 40 Millionen Euro über den Erwartungen der Analysten liege. Das Auslandsgeschäft habe zu knapp 61% zu diesem Ergebnis beigetragen. Wegen kleiner Verluste im Automobilbereich von 0,9 Millionen Euro werde es auf Konzernebene einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von nur 40,9 Millionen Euro geben, ein Plus von 6,5%.
Für das laufende Geschäftsjahr rechne das Unternehmen jedoch wieder mit 8 Millionen Euro Gewinn im Autobereich. Der Nettogewinn für Schuler betrage 20,1 Millionen Euro, eine Zunahme von 15%. Schuler werde in 2001 die Anteile an Müller-Weingarten verkaufen. Die Beteiligung habe einen Wert von 30 Millionen Euro, was zu einem außergewöhnlichen Gewinn von 20 Millionen Euro führen werde.
Angesichts der Abkühlung der Automobilmärkte in den USA und Deutschland bestehe die Gefahr für Schuler, mit in die Rezession hineingezogen zu werden. Jedoch böten die Kosteneinsparungen der Autokonzerne auch Chancen für Schuler: Als ein wichtiger Zulieferer (Innovationsführer) könne Schuler mehr Aufträge auf sich vereinen. Außerdem sei in den USA der Hauptkonkurrent Verson aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten in den Konkurs eingetreten.
Schuler werde in den nächsten zwei Jahren etwas langsamer wachsen als bisher. Daher ändere man das Rating: Statt „Kaufen“ empfehle man nun, die Aktie zu „akkumulieren“. Dabei gehen die Analysten von Sal. Oppenheim von einem Kursziel von 14 Euro aus.
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