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Analysen - Ausland
10.02.1999
Saint Gobain halten
Bankhaus Lampe

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Nach Auffassung der Analysten des Bankhauses Lampe handelt es sich bei den Aktien von Saint Gobain (WKN 872 087) derzeit um eine Halteposition. Saint Gobain sei der weltweit größte Produzent von Glas und Baumaterialien und in mehr als 42 Ländern tätig. Auch ohne die außerordentlichen Erträge aus der Einflechtung der Beteiligungen an Vivendi und Suez Lyonnais sowie durch den Verkauf der Restbeteiligung an Axa habe sich der Nettoüberschuß im Geschäftsjahr 1998 um 20,2 Prozent auf 0,8 Mio. Euro verbessert. In der Sparte Glas profitiere der Konzern insbesondere von der starken Nachfrage aus den USA. Nachdem jüngsten Kursanstieg von 25 Prozent treffe die Aktie jedoch auf einen deutlichen Widerstand bei der Marke von 140 Euro. Nach Meinung der Analysten ist der französische Bauzulieferer derzeit auch noch zu stark diversifiziert. An der Börse werde das Unternehmen weiter als sehr konjunkturempfindlich eingestuft. Angesichts dieser Tatsache verwundere es nicht, wenn der Aktienkurs im Umfeld anhaltender Korrekturen des Wirtschaftswachstums seit dem Sommer merklich nach unten eingebüßt habe. Für 1999 habe die Gesellschaft jedoch ehrgeizige Ziele und erwarte, daß sich der Gewinn je Aktie um rund 15 Prozent erhöhen werde. Nach Einschätzung der Anlageexperten seien jedoch die dabei unterstellten Wachstumsraten von zwei Prozent für die Volkswirtschaften Deutschlands und Frankreichs zu optimistisch. In Brasilien seien mehr als fünf Prozent niedrigere Erträge zu erwarten. Vor diesem Hintergrund erwarten die Experten ein entsprechend flacheres Gewinnwachstum der Gesellschaft. Nach 8,74 Euro im vergangenen Geschäftsjahr werde der Glasproduzent in 1999 voraussichtlich 10 Euro je Anteilschein verdienen. Im Jahr 2000 seien 11 Euro je Aktie erreichbar. Den Preisdruck werde Saint Gobain weiter zu spüren bekommen, auch wenn die Absatzpreise zuletzt stabil geblieben seien, nachdem sie sich in den Jahren zuvor anhaltend rückläufig entwickelt hätten. Das KGV liege zwar deutlich unter dem Gesamtmarkt, das Unternehmen sei aufgrund der starken zyklischen Aktivitäten gegenwärtig aber nicht unterbewertet. Mittelfristig werde sich die Unternehmensstruktur jedoch verbessern. Dies rechtfertige einen ersten Positionsaufbau im Bereich von 100 bis 110 Euro. Derzeit bestehe in Anbetracht des aktuellen Datenkranzes noch keine Notwendigkeit, den Titel auf die Kaufliste zu setzen.


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