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Analysen - Ausland
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12.02.1999
Xerox TopStock
AC Research
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Photokopierer und Xerox sind seit langem ein Begriff. Neue Untersuchungen haben gezeigt, daß der Trend weg von traditionellen Kopierern und hin zu digitalen, multifunktionalen Druckern und Kopierern führt. Das Marktforschungsinstitut Dataquest sieht für die kommenden drei Jahren kein Wachstum bei "analogen" Geräten, dagegen aber ungefähr 50 Prozent jährliches Wachstum bei digitalen Produkten.
Die us-amerikanische Xerox Corp. (WKN 853 906, XRX), die in den USA mit dem Slogan "The Document Company" wirbt, meistert den Generationswechsel gut. Im 4. Quartal 1998 wurde der Gewinn um 17 Prozent auf $615 Millionen verbessert. Der Gesamtumsatz für das Gesamtjahr stieg um 7 Prozent auf $19,4 Milliarden. Dabei wuchsen die Umsätze mit digitalen Produkten um 33 Prozent im Quartal und erreichten erstmals 50 Prozent des Gesamtumsatzes. Rußland und Brasilien beeinträchtigten etwas das ansonsten gute Wachstum. Der Umsatz in den USA mit plus 11 Prozent und in Europa mit plus 8 Prozent profitierte von der Nachfrage nach digitalen Kopierern und Laserprintern.
Ein 2-zu-1 Aktiensplit, der am 23. Februar 1999 wirksam wird und eine Erhöhung der Quartalsdividende um 11 Prozent auf 20 Cents je Aktie zeigten die Zuversicht des Management in die weitere Gewinnentwicklung. Ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von $1 Milliarde laufe planmäßig. Bislang wurden bereits 10,3 Millionen Aktien für rund $600 Millionen zurückgekauft.
Restrukturierungsmaßnahmen, speziell im Bereich der Verwaltungskosten und bei der Fertigung werden nach voller Implementierung ungefähr $1 Milliarde pro Jahr einsparen.
Aussichten und Einschätzung
Xerox sehe weiter Probleme in Brasilien, glaube aber, diese mit dem guten Wachstum in anderen Regionen ausgleichen zu können. Möglich seien 8 bis 10 Prozent Umsatzwachstum in 1999. 51 Prozent des Umsatzes werden außerhalb der USA in rund 80 Ländern erzielt.
Die Stärkung der Währungen in Europa und Japan schätzt das Unternehmen als positiv für die Gewinnsituation in1999 ein. Verbesserte Margen und selektive Preiserhöhungen in den USA von 5 Prozent bei Digitalkopierern und Druckern, sollten den Gewinn verbessern.
In 1999 plane Xerox darüber hinaus Veränderungen an der Unternehmensspitze. Chairman und CEO Paul Allaire werde seinen Posten an den jetzigen Präsidenten Rick Thomann abgeben. Thomann ist ein angesehener, ehemaliger IBM Manager. Er verspricht neue Impulse im Wettbewerb mit Hewlett-Packard bei Druckern sowie Canon und Ricoh bei Kopierern.
Die Analysten von WebersWeb gehen davon aus, daß Xerox in den Finanzjahren 1999 und 2000 einen Gewinn je Aktie von $5,36 bzw. $6,31 erzielen werde. In den kommenden 12 Monaten sehen sie den Kurs der Xerox-Aktie bei $145. Am Donnerstag lag er bei $122,31. Das KGV soll 1999 bei 22 liegen und in 2000 auf 19 sinken.
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