|
Analysen - Ausland
|
26.01.2001
Julius Bär untergewichten
Zürcher Kantonalbank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Julius Bär (WKN 865625) übertraf mit dem Halbjahresergebnis 2000 die Erwartungen der meisten Analysten deutlich, berichten die Experten der Zürcher Kantonalbank.
Der Reingewinn sei um 80 % auf CHF 249 gestiegen. Die verwalteten Kundenvermögen (AUM) haben gegenüber Jahresende 1999 um weitere 14 % gesteigert und die erzielten Margen nochmals stark verbessert werden können. Auf der Kostenseite gelte Julius Bär gegenüber den anderen beiden Vermögensverwaltern als High-Cost-Producer, was sich in einer höheren Cost-Income-Ratio ausdrücke. Das Management habe signalisiert, dass dem Kostenmanagement in Zukunft ein höherer Stellenwert zukommen werde.
Die Vergangenheit habe jedoch auch gezeigt, dass es für eine expandierende Bank schwierig sei, die Kosten unter Kontrolle zu halten. Das Julius-Bär-Management gehe von einer durchschnittlichen Reingewinnwachstumsrate von 15 % aus. Aufgrund der aktuellen Bewertung werde für die nächsten zwei Jahre unter Berücksichtigung einer Bewertungsprämie von 10 % jedoch bereits ein durchschnittliches Wachstum des Gewinns pro Aktie (GpA) von 20 % erwartet.
Gehe man davon aus, dass Julius Bär im Branchenschnitt bewertet sein sollte, errechne sich gar ein GpA-Wachstum von durchschnittlich 25 %. Diese vom Markt erwarteten Wachstumsraten würden über den Zielsetzungen der Bank und über Schätzungen der Analysten der Zürcher Kantonalbank liegen, die von einem durchschnittlichen GpA-Wachstum von 14 % ausgehen würden. Die Analysten würden daher damit rechnen, dass die Aktien ein unterdurchschnittliches Kurspotenzial aufweisen.
|