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Analysen - Nebenwerte
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23.05.2005
ADVA Optical einsteigen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen bei der Aktie von ADVA Optical Networking (ISIN DE0005103006/ WKN 510300) an schwachen Tagen einzusteigen.
Bei dem Münchener Netzwerkspezialisten könnte es zu Veränderungen in der Aktionärsstruktur kommen. In den vergangenen Wochen habe JDS Uniphase ihren Anteil bereits um ein Prozent auf 25 Prozent reduziert. Wie Finanzvorstand Andreas G. Rutsch mitteile, sehe JDS das Engagement lediglich als Finanzinvestment. Strategisches Interesse bestehe nicht. "Es ist möglich, dass JDS Uniphase in den nächsten zwölf Monaten ihre Anteile verkauft", so Rutsch.
Zwei Szenarien würden für einen Verkauf des Pakets in Frage kommen. Erstens: Der Anteil werde an einen einzelnen Investor verkauft, der möglicherweise sogar strategische Interesse verfolge. Zweitens: Das Paket werde unter mehreren institutionellen Investoren veräußert. Dies hätte den enormen Vorteil, dass der Freefloat des Unternehmens stark ansteige.
In der Rangliste der Deutschen Börse per Ende April bringe es ADVA auf Platz 43 beim Kriterium der Marktkapitalisierung und auf Platz 41 bei den Handelsumsätzen. Um die 35/35 Regel zu erfüllen, fehle noch ein gutes Stück. Mit einem höheren Streubesitz könnten zwei fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, da der Börsenumsatz dann automatisch deutlich zunehme. Mit ebenfalls rund 25 Prozent sei die Egora Gruppe ebenfalls Großaktionär. Hinter der Firma verberge sich die Familie Protiva. Brian L. Protiva sei selbst Vorstandschef der ADVA. Dem Vernehmen nach habe diese Gruppe keinerlei Verkaufsabsichten, sage Rutsch.
Operativ habe der Konzern bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal positiv überraschen können. Der Vorstand habe für Q1 einen Umsatz von 27 bis 30 Millionen Euro und eine EBIT-Marge zwischen fünf und acht Prozent in Aussicht gestellt. Erreicht habe die Gesellschaft Einnahmen von mehr als 29 Millionen Euro und eine pro-forma Betriebsmarge von zehn Prozent. Die Geschäfte würden so gut laufen, dass der Vorstand sogar nach Ablauf der ersten drei Monate die Prognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt habe. ADVA rechne nunmehr mit einem Umsatzplus von 18 bis 28 Prozent auf 120 bis 130 Millionen Euro Umsatz. Zuvor habe die Wachstumserwartung lediglich zwischen 13 und 18 Prozent gelegen. Die EBIT-Marge solle sich zwischen neun und zwölf Prozent bewegen, anstatt zuvor zwischen sieben und zehn Prozent. Für das laufende Quartal erwarte die Firma Einnahmen zwischen 30 und 33 Millionen Euro und eine Marge zwischen zehn und zwölf Prozent.
Rutsch betone, unverändert die Investitionen zu erhöhen um die Marktführerschaft auszubauen. "Wir haben unsere Strategie für 2005 nicht verändert". Der starke Geschäftsverlauf resultiere auf Grund des Trends, dass immer mehr Firmen ihre IT-Netzwerke outsourcen, sage Rutsch. Die Nachfrage nach Breitbandzugängen und Internettelefonie wachse ebenfalls immens stark. Deshalb müssten die Anbieter ständig die Netzwerke ausbauen. ADVA profitiere hierbei am Ausbau der Kapazitäten. "Wir sehen neben dem Bereich Ethernet-Zugangsnetzen großes Wachstum bei den so genannten Triple-Play-Applikationen (Daten, Video und Sprache) für private Endkunden", fasse Rutsch zusammen.
Vor rund vier Wochen hätten die Wertpapierexperten empfohlen bei Kursen unter vier Euro die Hand offen zu halten. Das sei aufgegangen. Aktuell liege die Position mehr als zehn Prozent vorne.
Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen nicht investierten Anlegern sich an schwachen Tagen auf die Lauer zu legen.
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