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Analysen - Ausland
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24.01.2001
Pearson kaufen
Deutsche Bank
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Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Empfehlung für die britische Mediengruppe Pearson (WKN 858266) von „Marktperformer“ auf „Kaufen“ angehoben und ihr Kursziel der beiden Unternehmen auf 1910 Pence festgelegt.
Bereits früher hätten die Analysten die strategische Ausrichtung und die Zusammensetzung der Gruppe im Großen und Ganzen positiv beurteilt, sie hätten aber Bedenken hinsichtlich der fundamentalen Bewertung gehabt. Nachdem der Kurs aber wesentlich gesunken sei, sei man der Ansicht, die kurzfristige Unsicherheit über das Eintreffen der getroffenen Prognosen sei in der derzeitigen Bewertung bereits genügend berücksichtigt, wobei das langfristige Wachstumspotential (und zwar sowohl absolut, als auch relativ zu vergleichbaren Printmedien) derzeit offensichtlich nur wenig gesehen werde.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung werde jetzt sein, wie der Markt die Publikationsstrategie von Pearson im Bereich Bildung aufnehmen werde. Pearson habe ein aggressives Investitionsprogramm (Investitionssumme 2000: 110 Mio. Pfund) präsentiert, das dazu dienen soll, das Wachstumspotential zu nutzen, das im Bereich der Inhaltsvermittlung über das Internet und Datenmanagement Produkte für Schüler, Lehre und Eltern gegeben sei.
Die Analysten sind dabei der Meinung, die kürzliche Übernahme von NCS um 1,7 Milliarden Pfund hebe Pearson deutlich von der Konkurrenz ab, indem Pearson eine integrierte Bildungsgruppe auf die Beine stelle, wobei Inhalte mit Testgelegenheiten und schulischen Softwarelösungen kombiniert würden. Das einzige Risiko für Pearson stelle daher jetzt dar, das das Unternehmen zunehmend als im Vergleich zur Konkurrenz führend in der Entwicklung seiner Online-Bildungsstrategie betrachtet werde, vor allem auch angesichts der hohen, investierten Summen.
Pearson sei die am schnellsten wachsende Verlagsgruppe des gesamten Sektors. Stelle man die Ertragskraft/EBITDA zur Wachstumsrate in Beziehung, so ergebe sich derzeit nur ein Quotient von 0,8, was verglichen mit der Konkurrenz (0,9) nicht besonders hoch sei. Eine Analyse der Kapitalrendite lasse vermuten, dass der Aktienkurs von (auf Grund der hohen Investitionen) kurzfristig sinkenden Gewinnen ausgehe. Die mit der Integration von NCS und den Früchten der Investitionen verbundene Beschleunigung des Wachstums sei aber nicht berücksichtigt.
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