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Analysen - Neuer Markt
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23.01.2001
Parsytec Outperformer
Merck Finck & Co.
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www.optionsscheinecheck.de
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Wie Merck Finck & Co. berichten, hat Parsytec (WKN 508990) gute Zahlen für die Monate September bis Oktober 2000 gemeldet.
So seien die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 73% auf 11,2 Mio. Euro gestiegen. Das Papier-Geschäft habe 26% zum Gesamtumsatz beigetragen, eine Steigerung um mehr als 500%, während Stahl um 35% auf 6,7 Mio. Euro gewachsen sei. Dieses vergleichsweise geringe Wachstum liege in der neuen Produktgeneration „HTS4“ begründet, die während des Quartals eingeführt worden sei. Das Unternehmen erwarte in 2001 keine nennenswerten Einnahmen aus OEM-Aktivitäten.
Die weltweite Diversifikation mache Fortschritte, nur 23% des Gesamtumsatzes werde in Deutschland erzeugt. Europa trage 36% zum Gesamtumsatz bei, die USA 18% und die Asien-Pazifik-Region 23%. Nachfolgeaufträge von Nippon Steel in Höhe von 1,2 Mio. Euro und von United States Steel in Höhe von 0,9 Mio. Euro seien ein Beweis für die Wettbewerbsvorteile, die Parsytec gegenüber den reinen Stahlproduzenten habe.
Der Wechsel des Berichtsjahres zum Kalenderjahr führe zu einem verkürzten Geschäftsjahr, das die vier Monate von September bis Dezember 2000 enthalte. Der Dezember werde ins Endergebnis eingearbeitet. Das verkürzte Geschäftsjahr enthalte die Einführung der neuen Produktgeneration „HTS4“, die Technologie und Geschäftsprozesse optimiere. Sie biete weiterhin vorkonfigurierte Lösungen zur Oberflächenkontrolle für verschiedene Produktionslinien, was zu einer kürzeren Implementationszeit und geringeren Kosten führe. Die Auftragseingänge seien um 23% auf 7,2 Mio. Euro in den ersten drei Monaten des verkürzten Geschäftsjahres gestiegen. Das starke Wachstum im Papiersektor habe zu einem Rückgang der Bruttomargen von 41% auf 35% geführt, da es sich um ein junges Segment handle.
Aufgrund der geringen Transparenz nach der Umstellung des Kalenderjahres und aufgrund der gesunkenen Margen, sieht Oliver Graf Wrangel von Merck Finck & Co. den Aktienkurs kurzfristig unter Druck. Mittel- und langfristig sei jedoch mit positiven Effekten des neuen Geschäftsbereichs Papier zu rechnen. Die Margen dort würden allmählich steigen, wenn die Firma die Implementationszeit verkürze. Die aktuelle Bewertung mit einem PEG von 1,1 bzw. 0,4 für 2001 und 02 sehe attraktiv aus. Laut Earnings-Discount-Modell ergebe sich ein fairer Wert von 53 Euro pro Aktie.
Damit bleibe man bei der Einstufung „Outperformer“.
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