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Analysen - DAX 100
23.11.2000
Münchener Rück Outperformer
WestLB Panmure

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Neben Ergo wird die Münchener Rück (WKN 843002) zu den Hauptprofiteuren der geplanten Rentenreform gehören, so die Analysten der West LB Panmure.

Sie sei in der Lage, die komplette Wertschöpfungskette vom Verkauf, über die akturiellen Fähigkeiten bis zur Vermögensverwaltung anzubieten. Auf der Erstversicherungsseite werde die Münchener Rück durch ihre Tochter Ergo profitieren. Im Rückversicherungsgeschäft würden die Analysten die Nähe zu den VVaG positiv sehen. Zum einen würden deren Kunden eher zu den unteren und mittleren Einkommensschichten gehören, die besonders von dem Reformvorhaben profitieren würden. Zum anderen fehle gerade kleineren VVaG die Expertise, die an die staatliche Förderung gestellten Bedingungen zu erfüllen. Hier könne die Münchener Rück durch ihre akturiellen Fähigkeiten den Vereinen Dienstleistungen zur Verfügung stellen.

Nach Aussagen des Unternehmens, würden die Überschwemmungen in Italien/Schweiz und Großbritannien keinen signifikanten Einfluss auf das diesjährige Ergebnis haben. Nach ersten Schätzungen werde eine Belastung von insgesamt rund 100 Mio. EUR erwartet, was zu Belastungen im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebes gehöre. Darüber hinaus würden die Analysten einen positiven Effekt dieser Katastrophen im Hinblick auf anstehende Vertragserneuerungen sehen, in denen Prämienanpassungen eher durchzusetzen sein würden.

Das diesjährige Ergebnis würde aufgrund eines einmaligen steuerlichen Sondereffektes i.H.v. rund 300 Mio. EUR positiv beeinflusst werden. Ohne diesen Sondereffekt würde ein Anstieg des Jahresüberschusses um gut 11% auf 1.260 Mio. EUR erwartet werden.

Die stillen Reserven des Unternehmens hätten zum Jahresende 1999 rund 26 Mrd. EUR betragen, die z.T. für Expansionsbestrebungen in allen drei Geschäftsfeldern verwendet werden könnten. Durch externes Wachstum sei dieses Jahr vor allem die Erstversicherung verstärkt worden (siehe Ergo), aber auch in der Lebensrückversicherung habe das Portfolio durch die Übernahme des Lebensrückversicherungsgeschäfts des CNA Life in den USA um 200 Mio. USD Prämieneinnahmen ausgebaut werden können.

Expansionsbedarf bestehe vor allen Dingen noch im Asset Management sowie in der Lebensrückversicherung. Allerdings hätten auf beiden Märkten ein relativ geringes Angebot und eine hohe Nachfrage zu stark gestiegenen Preisen geführt, was für die Analysten kurzfristig größere Akquisitionen unwahrscheinlich erscheinen lassen würde.



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